Vandalismus

Kleine Kinder büxen aus und hinterlassen Spur der Verwüstung

Zwei Kinder wurden in Oberfranken von der Polizei erwischt – sie hatten Feuer gelegt und einen Keller geflutet.

Zwei Kinder wurden in Oberfranken von der Polizei erwischt – sie hatten Feuer gelegt und einen Keller geflutet.

Foto: Werner Scholz / imago/Werner Scholz

Berlin/Kulmbach.  Brandstiftung, Vandalismus, Sachbeschädigung – ein Duo sorgte für reichlich Ärger. Eine Anklage gibt es aber nicht. Es waren Kinder.

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Zwei Brüder, gerade vier und sechs Jahre alt, haben eine Spur der Verwüstung in ihrem Heimatort Kulmbach in Oberfranken hinterlassen. Nachdem sie ihrem Elternhaus in einem unachtsamen Moment entkommen waren, begannen sie einen Diebeszug, der von reichlich Vandalismus geprägt war.

Dabei handelte es sich nicht nur um harmlose Streiche. Laut Polizei hatten sie sogar mit einem Gasbrenner und brennbaren Flüssigkeiten hantiert. Gute Nachrichten für die Eltern: Den beiden tollkühnen Jungs passierte nichts.

Brüder zünden Carport an und setzen Keller unter Wasser

Mit einem Gasbrenner und brennbaren Flüssigkeiten hätten die Jungs zunächst einen Carport angezündet. Auf der Suche nach Löschwasser öffneten sie anschließend einen Keller in der Nachbarschaft „und setzen den geöffneten Keller unter Wasser“.

Eine Google-Karte zeigt den Ortsteil Ziegelhütten der Stadt Kulmbach in Oberfranken – dort trug sich der Fall zu.

Oberfranken: Kinder besprühen Autos und Garagentor

Im weiteren Verlauf bewaffneten sich die Brüder „mit den unterschiedlichsten Werkzeugen, die sie in der Nachbarschaft an sich nehmen konnten“, wie die Polizei mitteilte – darunter auch eine Spraydose mit weißem Lack. Mit ihr besprühten sie ein Garagentor, eine Haustür und zwei Autos.

Den Sachschaden, den die Brüder bei ihrem Streifzug verursachten, schätzte die Polizei auf 15.000 Euro. Anwohner des Ortsteils Ziegelhütten alarmierten am Montagnachmittag schließlich die Polizei, die die Kinder mit Hilfe des Jugendamtes „an ihre hellauf begeisterte Mutter“ übergab, wie es hieß.

Ein anderer, etwas harmloserer Streich von einem Dass unbedachte Spielerei gefährlich werden kann, zeigte sich vor wenigen Monaten, als ein Mann auf einen kleinen Jungen schoss – wegen eines Klingelstreiches. (ses/dpa)

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