Datenschutz

"Luca": Kunstkollektiv Peng hackt App zur Kontaktverfolgung

Lesedauer: 2 Minuten
Corona-Warn-App: Das ist die neue Check-in-Funktion

Corona-Warn-App: Das ist die neue Check-in-Funktion

Die Corona-Warn-App des Bundes bekommt neue Funktionen. Mit einem Check-in sollen riskante Begegnungen in Innenräumen künftig besser erfasst werden.

Beschreibung anzeigen

Berlin.  An der Kontaktverfolgungs-App "Luca" scheiden sich die Geister. Das Peng-Kollektiv hat die App nun gehackt - um Fehler aufzuzeigen.

Die Diskussionen um die Kontaktverfolgungs-App "Luca" reißen nicht ab. Nachdem der Satiriker Jan Böhmermann Anfang April die Schwachstellen der App zeigte, soll nun eine neue Kunstaktion die Diskussionen um die "Luca"-App neu entfachen.

Dafür hat das Kunstkollektiv Peng die "Luca"-App, an der auch der Rapper Smudo beteiligt ist, gehackt. Auf einer eigenen Website stellt das Kollektiv die App "Luci" vor, mit der man sich Peng zufolge beliebig oft und anonymisiert an Orten einchecken kann, die die "Luca"-App zur Kontaktverfolgung nutzen.

"Luca"-App: Jeder kann sich überall anonym einloggen

Dazu öffnen Interessierte auf der "Luci"-Website einen QR-Code, mit dem sie sich an einem bei "Luca" registrierten Ort ihrer Wahl einchecken können. "Das geht, weil die 'Luca'-App nicht sicher gebaut wurde", schreibt Peng dazu auf der Aktionswebsite.

Das Kollektiv wirft der "Luca"-App vor, "die Gesundheitsämter mit Datenschrott" zu "fluten", wie es auf der Website heißt. Außerdem prangert das Peng Kollektiv den Datenschutz der Kontaktverfolgungsapp an. "Luca" könne nicht kontrollieren, wer sich zu welcher Uhrzeit an welchem Ort anmelde.

Peng Kollektiv empfiehlt Corona-Warn-App des Bundes

Peng wolle die "Luca"-App allerdings nicht selbst mit massenhaften Check-Ins überfluten. "Wir haben testweise alle Ministerpräsident*innen in ganz viele Restaurants angemeldet, aber den Betreiber*innen von 'Luca' werden wir gerne unsere Check-ins zur Vefügung stellen wenn sie danach fragen, damit sie diese wieder rausfiltern können", schreibt Peng zu der Aktion. Dafür müssten sich die "Luca"-Betreiber allerdings beim Kollektiv melden.

Anstelle von "Luca" empfiehlt das Peng Kollektiv die Corona-Warn-App des Bundes, die von SAP und der Telekom entwickelt wurde. Zwar seien das auch "scheiss Unternehmen, die teils ganz offen mit Geheimdiensten zusammenarbeiten", schreibt Peng auf der "Luci"-Website. "Aber die App an sich ist ganz okay".

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: Panorama

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben