Katastrophenvorsorge

„Notfallkochbuch“ soll beim Kochen ohne Strom helfen

Eingelegte Lebensmittel sind lange haltbar und eignen sich gut als Notvorrat.

Eingelegte Lebensmittel sind lange haltbar und eignen sich gut als Notvorrat.

Foto: imago stock&people

Bonn.  Kochen ohne Wasser und Strom? Das „Notfallkochbuch“ des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe zeigt, wie das geht.

Was passiert, wenn wir plötzlich keinen Zugang mehr zu einem Überangebot an Lebensmitteln haben? Wenn Strom- und Wasserversorgung ausfallen? Die Gefahr solcher Szenarien ist zwar gering, aber dennoch real – durch Naturkatastrophen, Epidemien oder menschengemachte Desaster.

Die wenigsten Haushalte sind auf solche Extremsituationen vorbereitet. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) will den deutschen Bürgern nun Abhilfe schaffen – mit einem „Notfallkochbuch“.

„Notfallkochbuch“ – Kochen ohne Wasser und Strom

Das Buch soll Rezepte enthalten, die man ohne elektrische Küchengeräte und ohne Leitungswasser in die Tat umsetzen kann. Die Rezepte sollen in Form eines Wettbewerbs gesammelt werden, Bürger können ihre Ideen einreichen. Das Projekt wurde vom BKK, der Bonner Feuerwehr, dem Bonner THW-Ortsverbandes Beuel und dem Malteser Hilfsdienst Bonn ins Leben gerufen.

Generell empfiehlt das BKK, sich einen Notvorrat an Lebensmitteln anzulegen. Bestenfalls kauft man einfach mehrere Portionen von Zutaten und Nahrungsmitteln, die man üblicherweise verwendet. Die Lebensmittel sollte man immer wieder aufbrauchen und nachkaufen, um zu verhindern, dass diese ablaufen.

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe warnt schon seit einigen Jahren vor gravierenden Versorgungsmängeln in Notsituationen. Einen Vorgeschmack auf ein solches Szenario gab es im letzten Jahr in Berlin-Köpenick, als über 30.000 Haushalte fast zwei Tage ohne Strom waren. Bürger und Helfer waren nicht ausreichend vorbereitet.

(lhel/dpa)

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben