Wetter-Aussichten

Staus und Gedränge bei Frühlingswetter in NRW

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Der Frühling beginnt am Kemnader See: Viele Menschen haben die Sonnenstrahlen an der frischen Luft genossen.

Der Frühling beginnt am Kemnader See: Viele Menschen haben die Sonnenstrahlen an der frischen Luft genossen.

Foto: Alexa Kuszlik / FUNKE Foto Services

Essen.  Ein Hauch von Frühling - da wollten viele Menschen auch Sonntag die Sonne genießen. In Düsseldorf könnte nun das Rheinufer gesperrt werden.

Sonnenschein und Temperaturen bis zu 19 Grad haben in Nordrhein-Westfalen am ersten frühlingshaften Wochenende viele Menschen nach draußen gelockt. An den Schön-Wetter-Hotspots am Rhein kam es dabei in Köln, Düsseldorf und Bonn am Sonntag auch mal zu größeren Ansammlungen und Einsätzen wegen missachteter Corona-Schutzregeln.

In Dortmund rief die Polizei die Sonnenhungrigen auf, den Phönixsee zu meiden. Es gebe dort ein „massives Verkehrschaos“ und lange Staus. Die Zufahrtswege wurden schließlich gesperrt.

Düsseldorf sperrt Freitreppe am Burgplatz

In Köln sei „leider in vielen Fällen“ das Abstands- und Kontaktverbot und die Maskenpflicht nicht eingehalten worden, teilte die Stadt mit. Der Ordnungsdienst war demnach stadtweit im Einsatz, um Ansammlungen aufzulösen und Menschen aufzufordern, Masken anzulegen. Es habe zahlreiche Einsätze gegeben. Vor allem in Parks und am Rheinufer hätten sich „massiv Menschen angesammelt“ und ihre Autos oft falsch geparkt. In der Einsatzleitstelle seien fortgesetzt Meldungen eingegangen.

Am Freitag und am Samstag hatte der Ordnungsdienst in der Domstadt insgesamt 85 Menschen kontrolliert, die gegen das Ansammlungs- und Kontaktverbot im öffentlichen Raum verstoßen hatten. Dazu hätten 54 Personen die Maskenpflicht nicht eingehalten, teilte ein Sprecher der Stadt Köln mit.

In Düsseldorf wurde die beliebte Freitreppe am Burgplatz am Sonntag wegen zu vieler Menschen gesperrt. „Die Leute haben sich aus unserer Sicht aber ziemlich vernünftig verhalten“, sagte ein Polizeisprecher. Nur vereinzelt hätten sich Menschen nicht an die Corona-Schutzregeln gehalten. Der „Stimmungsaufheller Frischluft“ habe jedenfalls gewirkt. „Die Leute wollen einfach Sonne atmen und auf den Rhein gucken“, sagte der Sprecher. Das könne ihnen niemand verdenken. „Alle leben auf bei dem Wetter.“

Die überfüllte Promenade in Düsseldorf soll Konsequenzen haben: So diskutiert die Düsseldorfer Stadtspitze am Montag nach Angaben der RP drastische Maßnahmen wie eine Sperrung des Rheinunfers.

In Bochum gab es lange Schlange vor Eisdielen und auch am Kemnader See waren viele Menschen unterwegs, aber die Polizei meldete keine nennenswerte Verstöße.

Auch die Menschen in Witten zog es an die frische Luft.

Ein nicht ganz so ruhiges und coronakonformes Bild zeigt sich unterdessen im Herner Stadtgarten. Der Spielplatz, auf dem Maskenpflicht herrscht, ist voll mit Kindern und deren Eltern – viele von ihnen tragen keinen Mundschutz. Nebenan spielen zwölf junge Männer auf einem Spielfeld Basketball, ebenfalls ohne Mundschutz. Mitarbeiter des Ordnungsamtes sind zu dieser Zeit nicht zu sehen.

Auch in Bonn gab sich die Polizei entspannt. Bei dem ein oder anderen Einsatz habe die Polizei das Ordnungsamt unterstützt, sagte ein Polizeisprecher. Aber im Großen und Ganzen „halten sich die Leute recht gut an die Corona-Bestimmungen“.

Bodenfrost noch möglich

Bereits am Samstag zog das milde Wetter viele Menschen in NRW an die frische Luft. Dem Deutschen Wetterdienst (DWD) zufolge sollen die Temperaturen in den kommenden Tagen so frühlingshaft bleiben. „Auch die nächsten Tage wird es sonnig“, sagte eine DWD-Meteorologin am Sonntag.

Die Höchsttemperaturen schwanken dann voraussichtlich zwischen 17 und 20 Grad, besonders im Ruhrgebiet und im Rheinland könnte die 20-Grad-Marke geknackt werden. Dazu bleibt es dem DWD zufolge trocken. Zwischendurch könnten immer wieder Schleierwolken über NRW ziehen. Morgens sei zudem mit Nebel zu rechnen, sagte die DWD-Meteorologin. In der Nacht zu Montag soll es sich im Sauerland auf bis zu null Grad abkühlen, entsprechend könne örtlich leichter Bodenfrost auftreten.

Laut dem Deutschen Wetterdienst können sich die Menschen weiterhin über milde Temperaturen freuen. Verantwortlich dafür sei Hoch „Ilonka“ mit Zentrum über Südeuropa, sagte ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes (DWD). Mit ihr strömen sehr milde Luftmassen ins Bundesland.

Frühlingshaftes Wetter in NRW: Das sind die Aussichten

Nach Angaben des DWD traten von 2001 bis 2020 in acht Jahren im Februar Höchsttemperaturen von 20 Grad auf. Zuletzt war es am 27. Februar 2019 in NRW an einem Februar-Tag ungewöhnlich warm: Damals wurden an 13 Stationen Stationsrekorde mit Temperaturen von 20 Grad und mehr aufgestellt.

Auch am Montag bleibt es dann trotz einiger dichterer Schleierwolken sonnig und trocken. Die Höchsttemperaturen pendeln zwischen 16 und 19 Grad. In den Hochlagen werden es bis zu 15 Grad. (dpa)

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