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RTL-"Versicherungsdetektive“ machen Jagd auf Schalker Meister-Ring von Heiner Kördell

Heiner Kördell gewann mit Schalke 04 1958 die Meisterschaft, alle elf Spieler bekamen einen Siegelring zum Dank.

Heiner Kördell gewann mit Schalke 04 1958 die Meisterschaft, alle elf Spieler bekamen einen Siegelring zum Dank.

Foto: Kerstin Bögeholz

Gelsenkirchen/Köln.   Heiner Kördell gehört zu Schalkes legendärer Meisterelf von 1958. Zur Erinnerung erhielt der heute 81-Jährige einen goldenen Ring. Ein Trio entwendete ihm das Stück. Ein Fall für die „Versicherungsdetektive“ von RTL.

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Fußball ist sein Leben. Das ist für Heiner Kördell keine Phrase; es ist eine Tatsache. Der 81-Jährige gehörte zur Schalker Meisterelf von 1958. Noch heute verehren den einstigen Mittelfeldspieler Fans. „Pro Woche stehen zwei, drei bei mir vor der Tür“, gesteht der Mann, der nach wie vor gern den Trainingsanzug seines Clubs trägt. Die Verehrung einer lebenden Fußball-Legende – sie sollte für das Mitglied im Ehrenpräsidium der Blau-Weißen zum Problem werden. Im vorigen Winter wurde ihm sein liebstes Stück entwendet: der Meisterring.

Schlüssel weg, Kreditkarten weg, Meisterring weg

Schalke hatte damals im Finale den Hamburger SV mit 3:0 bezwungen. Jeder Spieler erhielt einen goldenen Siegelring mit königsblauem Vereinsemblem. Und angesichts der Tatsache, dass die Knappen seither an der Meisterschaft bestenfalls geschnuppert haben, ist klar, welchen Wert das gute Stück besitzt, nicht nur für Kördell. Da wird der materielle Wert von einigen tausend Euro beinahe zur Nebensache.

RTL hat sich der Sache angenommen – und der Schadensregulierer Patrick Hufen. In der Reihe „Die Versicherungsdetektive – Der Wahrheit auf der Spur“ (21.15 Uhr) zeigt eine sogenannte Real-Life-Doku, ob dem ehemaligen Nationalkicker zu helfen war.

Hufen lässt sich die Geschichte zunächst einmal kurz erzählen. Für den Film hat der Sender die Szene nachgestellt. Zwei Fans klingeln bei dem Bergmannssohn an der Wohnungstür. Zu dritt sitzen sie im Wohnzimmer, schwelgen in Erinnerungen an einen der Höhepunkte in der Schalker Vereinsgeschichte. Kurz darauf gesellt sich eine dritte Person, eine junge Frau, dazu. Nachdem die Truppe Kördells Heim verlassen hat, stellt der Gastgeber entsetzt fest: Schlüssel weg, Kreditkarten weg und, vor allem, Meisterring weg. Im Gespräch mit dem Mann von der Versicherung wird Kördell von seinen Gefühlen überwältigt: „Die haben mir mein Herz aus dem Leib gerissen“, gesteht Kördell. Und fügt den Grund hinzu: „Der Verein ist meine Familie.“

Lehnte sich Versicherungsmann Hufen zu weit aus dem Fenster?

Hufen kommentiert seinen Recherche-Weg gern im Nachhinein. Und er gibt offen zu, sich bei dem Versprechen, der Schalker Legende bei der Wiederbeschaffung seines Erinnerungsstücks zu helfen, weit aus dem Fenster gelehnt zu haben. Zu weit?

Gott sei Dank nicht. Aber Hufen muss einen ungewöhnlichen Weg einschlagen, um seinem Kunden zu helfen. Dabei ist er auf die Hilfe eines Mannschaftskameraden aus Kördells Meisterelf angewiesen.

Was die Doku auszeichnet, ist eine berührende Geschichte, die für RTL-Verhältnisse schon beinahe zurückhaltend erzählt wird. Zuweilen sind die beiläufigen Szenen die interessantesten. Sie zeigen unaufdringlich ein Stück Ruhrgebiet.

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