Landung

Schüler hat erste Flugstunde – sein Lehrer wird bewusstlos

Ein Australier musste in seiner ersten Flugstunde eine Cessna 172 zu Boden bringen. Sein Lehrer war ohnmächtig (Symbolbild).

Ein Australier musste in seiner ersten Flugstunde eine Cessna 172 zu Boden bringen. Sein Lehrer war ohnmächtig (Symbolbild).

Foto: imago/flight-pictures

Berlin.  Sein Lehrer wurde bewusstlos, deshalb musste ein Flugschüler selbst eine Cessna zu Boden bringen. Problem: Es war die erste Flugstunde.

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Es ist gleichermaßen die deutlichste und unspezifischste Aufgabenstellung, die ein Flugschüler wohl bekommen kann: „Deine Aufgabe ist es jetzt, sich auf das Flugzeug zu konzentrieren.“ Tatsächlich blieb Max Sylvester auch nicht viel anderes übrig, als genau das zu tun. Denn während seiner ersten Flugstunde überhaupt wurde sein Lehrer ohnmächtig. Die Ansage kam vom Tower über Funk.

Sylvester hob vergangene Woche erstmalig ab, nach der Theorie sollte die Praxis am Steuerknüppel folgen – an Bord einer kleinen Cessna, die er am Jandakot-Flughafen in Perth im Westen Australiens zum Fliegen brachte.

Flugschüler muss Cessna landen – Lotse im Tower hilft

Dann in der Luft jedoch der Schock: Der Mann neben ihm, der Sylvester eigentlich in die Kunst des Fliegens einweisen sollte, konnte genau dies nicht mehr tun – er war bewusstlos geworden, kippte immer wieder gegen den Mittdreißiger, der sich hilfesuchend an die Menschen am Boden wandte.

Ein Fluglotse im Tower reagierte auf die Nachrichten aus der Luft. In einem Tonmitschnitt, den der „New Zealand Harold“ veröffentlicht hat, ist zu hören, wie der Lotse dem angehenden Piloten beruhigend zuspricht – nachdem er sich nach dessen Erfahrung erkundet hat: „Weißt du, wie man ein Flugzeug bedient?“ „Nur sehr, sehr oberflächlich – es ist meine erste Flugstunde.“

Fluglotse: „Wir helfen dir, runterzukommen“

Der Lotse blieb ruhig: Es ist jetzt wichtig, dass die Flügel auf einer Höhe bleiben. Dass du die Geschwindigkeit und die Flughöhe konstant hältst.“ Was Sylvester auch gelang. Dafür gab es Lob: „Du machst einen echt großartigen Job. Ich weiß, dass das Stress bedeutet. Aber wir helfen dir, runterzukommen.“

Was dem Mann auch gelingt. Laut „New Zealand Harold“ war die Landung durchaus vorzeigbar – und beobachtet von seiner Frau und seinen drei Kindern.

Der Leiter der Flugschule, Chuck McElwee, erklärte dem „Harold“, er habe so etwas in 30 Jahren noch nicht gesehen. „Man hofft, dass es gut ausgeht. Und dieses Mal hat es geklappt.“ Der Fluglehrer ist seinen Angaben zufolge in stabilem Zustand, nähere Angaben machte er nicht.

Vergangenes Jahr

Zu einem tragischen Unfall kam es auch vor wenigen Monaten,

Am Steuer saß ein 17-Jähriger. (ses)

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