Pfötchenhotel

Die neue Zweigstelle des Tierheims hat in Hüthum eröffnet

Tierpflegerin Ariane Lindasy mit Leni und  Nemo.

Foto: Thorsten Lindekamp

Tierpflegerin Ariane Lindasy mit Leni und Nemo.

Hüthum.   Das Pfötchenhotel Am Viergarten hat eröffnet. Nicht nur Samtpfoten des Tierheims Kranenburg sind dort untergebracht. Auch Gast-Hunde willkommen.

Neugierig schaut Nemo mit seinen grün-gelben Augen durchs Gitter. Ein freundliches Wort genügt und sogleich rollt sich der Kater auf dem plüschigen Kratzbaum hin und her. Der schwarze Stubentiger fühlt sich sichtlich wohl. „Wahnsinn“, sagt da auch Tierpflegerin Ariane Lindsay. Denn Nemo sowie drei weitere Artgenossen sind gerade erst in das neue Katzenzimmer im Pfötchenhotel „Am Viergarten“ eingezogen. Das Tierheim Kranenburg hat hier seine neue Außenstelle eröffnet. Zu vermittelnde Katzen sind darin untergebracht, aber auch Kleintiere. Zudem befindet sich im Untergeschoss eine Pension für Hunde. Alles in allem ist Tierheimleiterin Melanie Tenbieg immer noch überwältigt: „Das ist hier wirklich ein Glücksgriff“.

Der Glücksgriff ist dem Tierschutzverein Hoch-Elten zu verdanken. Dessen Gründer, der bereits verstorbene, niederländische Unternehmer Gerard Tol, richtete das Areal an der Viergartenstraße 27 zu Lebzeiten noch für eine tierfreundliche Nutzung her. Nun – lange Jahre später – sind nun endlich die ersten Vierbeiner hier eingezogen. „In Kranenburg war die Unterbringung der Katzen nicht so optimal“, sagt Melanie Tenbieg. Sie ist froh, dass die Katzen nun endlich ihr eigenes Reich mit viel Ruhe haben. Denn ihnen gehört die komplette erste Etage. Aus der dortigen Wohnung wurden verschiedene, kleine Zimmer gemacht. Die meisten bieten sogar einen Zugang zu einem gesicherten Balkon.

Großer Garten zum Herumtollen

Von hieraus haben die Samtpfoten dann einen herrlichen Blick in den großen Garten des Hauses. Doch der ist nur für Gast-Hunde gedacht. In Parzellen mit großen Hütten können die tierischen Pensionsgäste dann bei warmen Wetter draußen verweilen. „Wir werden sogar einen kleinen Teil abtrennen und dort einen Abenteuer-Parcours einrichten“, erklärt Tenbieg. In dem gibt es sogar einen kleinen See. „Dort darf dann auch geschwommen werden“, so die Leiterin. Doch bis es soweit ist, liegt noch ein gutes Stück Arbeit vor ihr und ihrem Team. Im Sommer, so hoffen alle, ist das Außengelände dann bereit für die Tierpensions-Gäste. Diese dürfen sich nun auch gern zahlreich anmelden für die Hundepension.

„Auch Tagesgäste sind willkommen“, so Ariane Lindsay. Jedes Pensions-Zimmer hat seine eigene Farbe. Liebevoll mit vielen Details haben die Tierfreunde des Tierheims diese eingerichtet. „Viel renovieren mussten wir nicht. Der Zustand des Hauses war top“, so Tenbieg. Die Wände in den Zimmer wurden mit wasserabweisender Farbe gestrichen und eben die Zimmer mit Gitterwänden unterteilt, als auch die Balkone katzensicher gemacht. Jetzt sind alle froh, dass es losgeht. Alle Genehmigungen sind da. 50 Hunde, 50 Katzen und 20 Kleintiere dürfen nun in Hüthum offiziell betreut werden. Geplant ist außerdem im separaten Vereinsheim Seminare anzubieten. „Und vielleicht können wir hier auch offiziell bald Fundtiere aus Emmerich annehmen“, sagt Tenbieg. Denn bislang müssen diese bis Goch gebracht werden.

>> SPAZIERGÄNGER GESUCHT

Das Pfötchenhotel in Hüthum ist von Montag bis Samstag immer in der Zeit von 15 bis 18 Uhr geöffnet. Hier gibt es dann die Gelegenheit, sich die Stubentiger, die zur Vermittlung stehen, aber auch die Kleintiere anzusehen. Auch dürfen Menschen vorbeischauen, die sich um die Katzen kümmern und mit ihnen schmusen wollen.

Auch Hundefreunde , die mit einem der Pensionsgäste Gassi gehen wollen, dürfen beim Pfötchenhotel vorbeischauen.

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