Und Heino ging zum Regenbogen

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INTERVIEW. Der vielbeschäftigte Ferch ist heute in der Neuverfilmung eines Simmel-Klassikers zu sehen. Vorfreude aufs Baby.

MAINZ. Mehr als 70 Millionen verkaufte Exemplare weltweit und Übersetzungen in 33 Sprachen: Johannes Mario Simmel war einst der Erfolgsautor schlechthin. Inzwischen erinnert sich ein jüngeres Publikum überwiegend nur noch an die schmucken bunten Einbände in den Bücherschränken der Eltern. Der Schriftsteller, ein Klassiker der Unterhaltung, gerät ein wenig in Vergessenheit. Jetzt könnte er im ZDF mit Verfilmungen seiner Werke sein kleines Comeback erleben. Zwei sind schon abgedreht, zwei weitere in Vorbereitung. Heute (20.15 Uhr), wenn in der ARD im DFB-Pokal der FC Bayern München gegen den 1. FC Nürnberg spielt, ist der erste Simmel-Film zu sehen: "Und Jimmy ging zum Regenbogen" nach dem Roman aus dem Jahr 1970. In der Hauptrolle: Heino Ferch. Er spielt einen Argentinier, der in Deutschland den Mord an seinem Vater aufklären möchte. Fernab aller Filmerei sind Ferch aber auch die Ehefrau, das neue Babyglück und der Polosport wichtig. Ein Interview:

Sie haben gleichzeitig am Simmel und am "Baader Meinhof Komplex" gedreht. Merken Sie, wenn die Arbeit zur Doppelbelastung wird, wenn das Vergnügen umschwenkt?

Heino Ferch: "Ich mache es generell ungern, dass ich Filme parallel drehe, aber in diesem Fall ging das sehr gut. Anstrengend wird es, wenn ein großer Film, bei dem ich jeden Tag dran war, zu Ende ist und nur drei Tage später geht bereits das nächste Projekt los. Ich habe dazwischen immer gerne ein paar Wochen frei. Aber manchmal liegen Filme auch so eng beieinander, dass ich das nicht beeinflussen kann, und dann muss es auch anders gehen."

Sie haben "Und Jimmy ging zum Regenbogen" in Berlin gedreht und Sie leben auch dort. Ist es für Sie nur vorteilhaft, Beruf und Privates so nahe beieinander zu haben?

Ferch: "Ich war im Hotel, weil ich Mitte des letzten Jahres Berlin als Wohnort verlassen habe, denn ich habe an den Ammersee geheiratet. Ich lebe jetzt in Bayern und war zur Zeit der Dreharbeiten im Hotel, was ich auch sehr gerne habe, weil ich mich dann abends schon auf den nächsten Drehtag einstellen kann."

Wie wichtig ist Ihnen der Polo-Sport zum Ausgleich?

Ferch: "Im Privaten ist der Polosport ganz wichtig, weil es eine große Leidenschaft geworden ist. Während des Drehens muss ich natürlich sehr aufpassen, das ist logisch. Da kann ich eigentlich keine Turniere spielen, weil man es den anderen Team-Mitgliedern nicht zumuten kann, dass man jetzt halbe Kraft macht, nur damit man nicht Gefahr läuft, sich zu verletzten. Das ist eine Sache, die in den letzten Jahren Gott sei Dank gut funktioniert hat."

Von welcher Veränderung in Ihrem Leben sind Sie selbst überrascht?

Ferch: "Bis zu meinem Abitur war ich Kunstturner bis hin zur Bundesliga. Und ich war in diesem Sport sehr engagiert und sehr leidenschaftlich. Dass ich mit Ende 30 pferdeverrückt werde und mich dieser Sport derart stark mit Begeisterung trifft, das hat mich wirklich überrascht."

Die Ehe hat Sie aber nicht überrascht?

Ferch: "Nein, gar nicht, die Ehe ist schön und ich bin zufrieden. Alles in Ordnung."

Die berühmte gute Fee kommt und Heino Ferch hat spontan drei Wünsche frei...

Ferch: "Dass das Kind im November gesund zur Welt kommt, dass die Ehe so glücklich bleibt, wie sie ist - und dass weiterhin so schöne Drehbücher auf mich zukommen."

Versuchen Sie, bei der Geburt dabei zu sein?

Ferch: "Selbstverständlich. Das ist ein Muss und muss sich auch mit einer Arbeit kombinieren lassen." (T&T/NRZ)

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