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Vanessa Mai gibt Filmdebüt: So war die Arbeit mit Axel Prahl

Sängerin Vanessa Mai.

Sängerin Vanessa Mai.

Foto: Soeren Stache / dpa

Berlin.  Sängerin Vanessa Mai spricht im Interview über ihr Filmdebüt an der Seite von Schauspieler Axel Prahl – und ihr Leben als Popstar.

Sie ist einer der erfolgreichsten Popstars Deutschlands, hat schon mehrere Goldene Schallplatten erhalten und füllt regelmäßig die Veranstaltungshallen: Vanessa Mai. Jetzt gibt die populäre Sängerin ihr Filmdebüt.

Im TV-Drama „Nur mit dir zusammen“ (25.1., ARD) spielt die 28-Jährige die aufstrebende Sängerin Juli, Axel Prahl verkörpert ihren Vater Wim, zu dem sie schon seit Jahren keinen Kontakt mehr hat. Als Juli eine lebensbedrohliche Diagnose erhält, ändert sich alles.

Frau Mai, im TV-Drama „Nur mit dir zusammen“ geben Sie ihr Filmdebüt. Wie kam es dazu?

Vanessa Mai: Die Anfrage der ARD kam sehr überraschend, und ich habe mit meiner Zusage gar nicht lange gezögert, weil ich aus der Vergangenheit gelernt habe, solche Herausforderungen anzunehmen. Man kann nur daran wachsen. Das hat sich dann auch bestätigt, die Dreharbeiten waren eine sehr besondere Zeit für mich.

War es schwer, vor der Kamera zu stehen?

Mai: Insofern schon, als es mit allem, was ich bislang gemacht habe, überhaupt nicht vergleichbar war. Genau das war aber auch das Schöne daran, ich konnte ganz unbefangen und ohne alle Vergleichswerte da rangehen. Ich muss schon sagen: Jeder Drehtag war neu und aufregend für mich.

Wie haben Sie sich auf die Rolle der Popsängerin Juli vorbereitet?

Mai: Ich habe mir keinen Schauspielcoach oder so genommen, weil man mir gesagt hat, das bringt in der vergleichsweise kurzen Zeit der Vorbereitung sowieso nichts. Im Gegenteil, man könne dadurch sogar mehr falsch als richtig machen. Also bin ich einfach frei und unbelastet an die Sache rangegangen. Wir wussten bis zum ersten Drehtag nicht, wie das dann wirklich wird, aber es hat ganz gut geklappt, glaube ich (lacht).

Sind Sie von Axel Prahl, Elena Uhlig und den anderen professionellen Schauspielern freundlich aufgenommen worden?

Mai: Total, die haben mich alle ganz toll aufgenommen. Am meisten zu tun hatte ich naturgemäß mit Axel Prahl, er spielt ja im Film meinen Vater, und von ihm kann man sehr viel lernen.

Hat er Ihnen Tipps gegeben?

Mai: Nicht in dem Sinne, dass er zu mir gesagt hätte: Mach dies so und mach das so. Aber er hat mir ein rundum gutes Gefühl gegeben, das ich gar nicht beschreiben kann. Als er mir dann nach den ersten Szenen gesagt hat, dass ich das echt gut machen würde, war das wie ein Ritterschlag für mich.

Haben Sie sich als berühmte Popsängerin Juli einfach selbst gespielt oder ist sie ein ganz anderer Typ als Sie?

Mai: Sie ist schon anders als ich, und der Film ist in keiner Weise autobiografisch. Natürlich habe ich im Film Dinge aus meinem richtigen Leben wiedererkannt, Situationen bei Presseterminen oder Fernsehauftritten zum Beispiel. Aber die Situation zwischen Tochter und Vater oder Sängerin und Managerin und auch die Geschichte mit Julis Krankheit: Das ist natürlich alles fiktiv, da musste ich mich erst hineinversetzen.

Juli kann keinen Schritt vor die Tür machen, ohne im Blitzlichtgewitter der Fotografen zu stehen. Kennen Sie das auch?

Mai: Es ist schon so, dass ich oft fotografiert werde oder auch von Fans, die mich erkennen, um Selfies gebeten werde. Aber ich genieße diese Aufmerksamkeit auch, muss ich sagen. Es wäre ja doch komisch, wenn man sich darüber beschweren würde, nachdem man sich genau das früher immer gewünscht hat.

Aber den Stress, unter dem Juli steht, kennen Sie auch, oder?

Mai: Ich glaube, den kennt jeder, der beruflich in der Öffentlichkeit steht. Diesen Stress kennt Axel Prahl auch (lacht).

Kannten Sie ihn denn, bevor Sie mit ihm gearbeitet haben?

Mai: Aber natürlich, ich bin ja leidenschaftliche „Tatort“-Guckerin und sitze jeden Sonntag mit Pizza vor dem Fernseher, wenn das läuft. Ich mag die „Tatorte“ mit ihm und Jan Josef Liefers sehr, dazu kommt: Die beiden sind ja auch Musiker, was sie mir natürlich noch mal sympathischer macht.

Axel Prahl und Sie singen ja sogar gemeinsam im Film.

Mai: Genau, unter anderem einen Song, der es dann auch auf mein neues Album „Für immer“ geschafft hat.

Wollen Sie auch künftig musikalisch was zusammen machen?

Mai: Konkret geplant ist nichts, aber ich bin sehr offen, was das angeht. Bin mal gespannt, wie unser Duett im Film bei den Leuten ankommt.

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