Dessous-Marke

„Victoria’s Secret“ wird von Finanzinvestor übernommen

Die Dessous-Marke „Victoria’s Secret“ hatte in der letzten Zeit mit wirtschaftlichen Problemen und Imageschäden zu kämpfen.

Die Dessous-Marke „Victoria’s Secret“ hatte in der letzten Zeit mit wirtschaftlichen Problemen und Imageschäden zu kämpfen.

Foto: Alex Tai / imago images/ZUMA Press

Columbus.  Die strauchelnde Dessous-Marke „Victoria’s Secret“ wird von einem Finanzinvestor übernommen. Der Chef des Mutterkonzerns tritt zurück.

„Victoria’s Secret“ war einst eine Marke, die Glamour und Schönheit verkörperte – mit ihren elaborierten Shows, den geflügelten Models und Gesangseinlagen von Superstars. Von dem ehemaligen Glanz ist allerdings wenig übrig geblieben.

Nun wurde bekannt, dass ein Finanzinvestor die Kontrolle über die strauchelnde Marke übernehmen soll. Die Beteiligungsgesellschaft Sycamore Partners erhält für 525 Millionen Dollar (486 Mio Euro) die 55-prozentige Mehrheit, wie die Unternehmen am Donnerstag in Columbus mitteilten.

„Victoria’s Secret“ – Missbrauchsvorwürfe von Models

Die restlichen 45 Prozent verbleiben beim Mutterkonzern „L Brands“. Trotz der wirtschaftlichen Probleme von „Victoria’s Secret“ wurde die Marke bei dem Deal mit 1 ,1 Milliarden Dollar bewertet. Laut der Mitteilung soll Leslie Wexner, der umstrittene Chef von „L Brands“, nach der Transaktion von seinem Amt zurücktreten.

Der 82-Jährige soll aber einen Posten im Verwaltungsrat behalten. Wexner war wegen seiner langjährigen Verbindungen zum US-Millionär Jeffrey Epstein in Kritik geraten. Epstein hatte sich im vergangenen August im Gefängnis das Leben genommen, nachdem ihm vorgeworfen wurde, Minderjährige missbraucht und zum Missbrauch an andere Männer vermittelt zu haben.

Im Februar wurde bekannt, dass Wexner und Ed Razek, der Marketing-Chef von „Victoria’s Secret“, Models sexuell belästigt haben sollen, was das Image der Dessous-Marke noch mehr beschädigte. Erst im vergangenen November wurden die berühmten Modeschauen abgesetzt.

(dpa/lhel)

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