Festnahme

Zoll stoppt Fluggast mit 50.000 Euro in Hosentasche

Zollkontrolle: Ein Mann (43) hatte in Hannover am Flughafen 50.000 Euro dabei - und das nicht angemeldet. Die Folge: eine Anzeige.

Zollkontrolle: Ein Mann (43) hatte in Hannover am Flughafen 50.000 Euro dabei - und das nicht angemeldet. Die Folge: eine Anzeige.

Foto: Friso Gentsch / dpa

Hannover  Zöllner haben am Flughafen Langenhagen-Hannover einen 43-Jährigen aufgehalten - er hatte 50.000 Euro bei sich. Nun wird ermittelt.

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50.000 Euro in großen Scheinen – diese Entdeckung machte der Zoll bei einer Kontrolle in Hannover. Ein 43-Jähriger hatte die Summe bei sich, einfach in die Hosentasche gesteckt. Er wollte in seine Heimat Kasachstan reisen. Weil er sich vorher nicht beim Zoll gemeldet hatte, erwartet ihn nun eine Geldstrafe.

Die Beamten sprachen den Mann erst nach der Passkontrolle an, er holte das dicke Bündel 500-Euro-Noten daraufhin freiwillig aus der Hosentasche. Die Zöllner nahmen die Daten auf und leiteten ein Ermittlungsverfahren ein, anschließend durfte der Mann seine Reise fortsetzen – mit dem Geld.

Zoll: Reisende müssen Geldwerte anmelden

Bei Reisen in Länder außerhalb der EU müssen Geldsummen ab 10.000 Euro vorab angemeldet werden, innerhalb der EU ist dies nur mündlich und auf Verlangen des Zolls erforderlich. Damit soll Geldwäsche erschwert und Terrorismusfinanzierung blockiert werden. Der Zoll informiert im Internet ausführlich.

Ein Sprecher des Hauptzollamtes Hannover erklärt unserer Redaktion: „Solche Vergehen sind keine Seltenheit.“ 2018 habe es bereits Fälle gegeben, in denen Menschen sogar sechsstellige Beträge bei sich führten. Dabei ist es egal, um welche Währung es sich handelt – sind es andere als der Euro, werde umgerechnet, sagt der Behördensprecher. Auch Gold und Wertpapiere fallen unter anderem unter diese Regelung.

Der Kasache müsse mit einer „empfindlichen Geldstrafe“ rechnen, sagte der Sprecher.

Thailand-Rückkehrerin verschweigt 182.000 Euro

Wie schmerzhaft die Strafe für das unangemeldete Mitführen von Zahlungsmitteln in großer Höhe ausfallen kann, musste Anfang des Jahres eine Hannoveranerin erfahren: Sie hatte bei der Rückkehr aus ihrer thailändischen Heimat Sparbücher im Wert von 182.000 Euro nicht angegeben. Dafür musste sie eine fünfstellige Strafe zahlen.

Bundesweit macht der Zoll immer wieder bemerkenswerte Funde. Kürzlich wurden etwa 50.000 gefälschte Lego-Figuren beschlagnahmt , in Düsseldorf fanden Beamte 22 lebendige Vogelspinnen in einem Koffer. (seb/dpa)

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