#20

An der Theke: Frau Zett und die glamourösen Kühlschranktrips

| Lesedauer: 6 Minuten

Am Niederrhein.  In Folge #20 unseres Podcasts „An der Theke“ plaudert Sabine Zett über glamouröse Kühlschranktrips und ihre Wandlung zum Helikopterfrauchen.

Ein eigener Podcast, das wäre toll! Dann könnte Sabine Zett „pausenlos reden, ohne unterbrochen zu werden“. Das macht sie doch so gern, hat sie neulich in ihrer NRZ-Kolumne „Frau Zett am Freitag“ verraten. Ob so ein Format aber tatsächlich das Richtige für sie ist, testet die Dinslakener Autorin zunächst einmal in der aktuellen Folge unseres Podcasts „An der Theke“. Und ja, das zeigt sich bereits in den ersten Minuten, sie kann reden, reden, reden! „War’s doch etwas zu viel?“, fragt sie vorsichtig, als das Aufnahmegerät schon längst wieder abgestellt ist. Nein, Quatsch!

Doch fangen wir vorne an, beim Anstoßen mit einem naturtrüben Apfelsaft der Privatkelterei van Nahmen aus Hamminkeln. Den hat Familie Zett eigentlich immer vorrätig, einfach weil der so lecker ist. „An der Theke“ können wir ja nicht nur Bier, sondern ruhig auch mal Saft trinken. Prost! Danach kommen wir aber noch einmal auf die NRZ-Kolumne zu sprechen. Dass ihr das Schreiben so viel Spaß machen würde, hätte sie selbst anfangs nicht gedacht. Deshalb dürfte diese Info alle Fans freuen: „Ich glaube, ich kann (die Kolumne) noch die nächsten zehn Jahre schreiben.“

Die besten Kolumnen handeln vom Ehemann, sagt der Ehemann

Nun hat Frau Zett am Freitag ja schon so manches Geständnis abgelegt, darunter auch, dass sie gerne Selbstgespräche führt. Zuletzt kurz vor der Podcast-Aufnahme. „Muss ich mich eigentlich dafür schminken?“, habe sie sich gefragt. Und dann selbst darauf geantwortet: „Nein, man hört mich ja nur.“ Aber etwas schick gemacht hat sie sich trotzdem (denn wir können sie während der Aufnahme sehr wohl sehen). „Jaaa“, gibt sie zu. Im Schlafanzug bleibe sie auch in Home-Office-Zeiten nicht den ganzen Tag, das sei nicht so ihr Ding. „Zumindest für den Hund sollte man sich fertig machen.“

Frau Zett erzählt in der Kolumne aber nicht nur von ihren eigenen Marotten, sondern auch von denen ihres Ehemannes (der hat übrigens einen Vornamen: Jürgen). Wie findet er es denn eigentlich, etwas über sich in der Zeitung zu lesen? Naja, donnerstags frage er schon immer, ob er am nächsten Tag in der Kolumne stehen würde. Lautet die Antwort darauf nein, sei für ihn die Sache klar: „Dann ist sie nicht so gut wie sonst.“ Herr Zett hat also auch Humor, ebenso Tochter und Sohn. „Sonst würde es gar nicht gehen“, betont sie. Und die Freundinnen sind mitunter sogar pikiert, wenn sie über die eine und nicht die andere schreibt.

44 Bücher für Kinder und Erwachsene hat Sabine Zett schon geschrieben

Das ganze Umfeld dient als Inspirationsquelle, aber nicht nur für ihre Kolumne. 44 Bücher hat Frau Zett mittlerweile geschrieben, für Erwachsene und Kinder. „Ich schreibe gerne Unterhaltung“, fasst sie zusammen. „Die Themen liegen um mich herum, die schnappe ich auf.“ Zuletzt ist ihr Comic-Roman „Chilly Wuff – die Welt liegt mir zu Pfoten“ für Kinder erschienen, eine Art Tagebuch aus der Sicht eines Hundes. Da ist er wieder, der Hund, auf den sie „völlig unerwartet“ gekommen ist. 2018 sollte eigentlich ein Hund aus Spanien an eine ältere Dame vermittelt werden, als das aber nicht klappte, wollten ihre Kinder den Hund nur mal „besuchen“.

Ist klar. „Und ich habe leider ja gesagt“, erzählt Frau Zett. Also, zu diesem Zeitpunkt „leider“. Heute sagt sie „glücklicherweise“. Denn den lieben Hundeblick konnte sie natürlich nicht ignorieren, kurz darauf zog Mischlingshündin Lucy bei ihnen ein und ist seitdem zum richtigen Familienmitglied geworden. Durch Lucy ergeben sich nun aber auch völlig neue Themen für ihre Bücher und Programme. Mit „Vorsicht, Helikopter-Frauchen“ ist sie bereits auf Tour, am gleichnamigen Buch schreibt sie aktuell noch. Denn wenn eine Frau Zett zum Frauchen Zett mutiert, kann das ziemlich lustig werden…

Drei Frauchen-Zett-Gedächtnis-Mülleimer in Dinslaken

So hat Frau(chen) Zett beispielsweise beim Gassigehen auf einmal ganz neue Wege entdeckt. Und dabei festgestellt, dass sie die Kotbeutel (übrigens in Österreich heißen die „Gassisäckchen“, klingt gleich viel netter) nirgendwo wegschmeißen kann. Kurzerhand schrieb sie eine E-Mail an die Stadt Dinslaken, mit Fotos und genauer Lagebeschreibung, woraufhin nur eine Woche später tatsächlich drei neue Mülleimer auf ihrer Gassiroute aufgestellt wurden. „Andere Künstler bekommen eine Stadthalle oder Straßennamen, ich habe immerhin schon mal drei Müllereimer.“ Die Frau(chen)-Zett-Gedächtnis-Mülleimer.

Zum Schluss aber muss eine wichtige Frage noch geklärt werden: Wie sieht’s denn nun aus mit Frau Zetts eigenem Podcast? Den Titel hatte sie ja schon, „Hotspot Kühlschrank“, Themen auch, „glamouröse Kalorien-Kühlschrank-Trips“. Aber als ihre Mutter dann meinte: „Ihr immer mit eurem Home-Office, bei uns hieß das früher Küche“, habe sie die Idee schnell wieder verworfen. Jetzt aber denkt sie schon wieder darüber nach… Erst einmal aber, das betont sie, „habe ich mich sehr über die Einladung zu diesem Podcast gefreut.“ Und wir uns über Ihre Zusage, liebe Frau Zett!

>>> Hier geht’s zum NRZ-Podcast „An der Theke“

Welche lustigen Situationen Sabine Zett bei ihren Live-Lese-Shows erlebt und womit sie so manches Kind verblüfft, gibt’s in der aktuellen Folge unseres Podcasts „An der Theke“ zu hören.

Diese und alle anderen bisher erschienen Folgen sind zu finden bei den gängigen Podcast-Anbietern wie Spotify und Apple Podcast oder auf www.nrz.de/andertheke

Wer Sabine Zett live erleben möchte: Mit ihrem Comedyprogramm für Erwachsene „Vorsicht, Helikopter-Frauchen!“ tritt sie am Donnerstag, 5. Mai, um 19 Uhr, im Bürgerhaus oder Wellenbrecher in Weeze auf, Karten gibt’s im Kultur- und Tourismusbüro; am Freitag, 13. Mai, ist sie um 20 Uhr in der Tanzschule Uta Keup in Dinslaken zu sehen, Karten sind über das Büro erhältlich.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben