Abschlussfeier

Abschlussfeier mit Eltern? Das sagt die NRW-Schulministerin

So eng wie auf diesem Bild aus dem Jahr 2017 werden Schulabgänger in diesem Jahr nicht posieren dürfen. Aber eine Abschlussfeier sollen sie schon bekommen, stellt Schulministerin Yvonne Gebauer in Aussicht.

So eng wie auf diesem Bild aus dem Jahr 2017 werden Schulabgänger in diesem Jahr nicht posieren dürfen. Aber eine Abschlussfeier sollen sie schon bekommen, stellt Schulministerin Yvonne Gebauer in Aussicht.

Foto: Socrates Tassos / FUNKE Foto Services

Düsseldorf.  Schulabgänger in NRW sollen doch eine Abschlussfeier mit ihren Eltern veranstalten können. So begründet die Schulministerin den Sinneswandel.

Erst gab’s ein Nein, nun ein Ja: NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) kann sich nun doch vorstellen, dass die Abschlusszeugnisse an Schüler im Beisein der Eltern feierlich übergeben werden. Sie sagte unserer Redaktion: „Die feierliche Übergabe der Zeugnisse symbolisiert den erfolgreichen Abschluss der Schulzeit und markiert gleichzeitig den Eintritt in den nächsten Lebensabschnitt. Dies ist ein wichtiges Ereignis für die ganze Familie. Es wäre ein schmerzlicher Verzicht, den Schülerinnen und Schülern und ihren Familien diesen ganz besonderen Moment der Freude und des Stolzes vorzuenthalten.“

Und weiter: „Deswegen wird das Land in den nächsten Tagen die rechtlichen Regelungen dafür schaffen, dass Abschlussveranstaltungen wie Zeugnisübergaben unter Einhaltung der Infektionsschutzvorgaben und Hygienebestimmungen auch in Zeiten von Corona ermöglicht werden.

>> Alle aktuellen Entwicklungen rund um die Corona-Pandemie in NRW können Sie unserem Blog nachlesen.

Abschlussfeier unter Corona-Regeln: schwierige Raumsuche

Nun stellen sich viele Schüler und Eltern die Frage, wie das genau ablaufen kann: Wenn zum Beispiel an einer Schule 100 junge Menschen ihren Abschluss gemacht haben, dann sind das zusammen mit den Eltern schon 300 Personen. Eine geeignete Räumlichkeit zu finden, in denen dann auch noch die Abstandsregeln eingehalten werden, dürfte nicht leicht sein.

Erst am Dienstag hatten Bund und Länder bekanntlich vereinbart, dass die Kontaktsperre noch bis Ende Juni gelten soll. Dann beginnen die Sommerferien, also müssten die Abschlussverstaltungen bis dahin gelaufen sein.

Abibälle soll es laut Schulministerin Gebauer nicht geben

Ministerin Gebauer stellte bereits klar: „Abiturbälle als privat organisierte und sehr gesellige Veranstaltungen fallen jedoch nicht unter die beabsichtigte Regelung. Ich hoffe, dass die Schülerinnen und Schüler es umso mehr zu schätzen wissen, gemeinsam mit ihrer Familie in feierlicher Atmosphäre auch dieses Jahr das Ende ihrer Schulzeit begehen zu können.“

Bereits vor Corona hatten sich wohl alle Abschlussjahrgänge um Veranstaltungsräume für diese Partys bemüht. Inzwischen ist all dies storniert worden. Das Virus beschert dem Schulabschluss also kein ausgelassenes Ende.

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