Corona-Zuschuss

Airport Weeze braucht 6 Millionen, um nicht pleite zu gehen

Im Terminal des Flughafens in Weeze herrscht derzeit gähnende Leere.

Im Terminal des Flughafens in Weeze herrscht derzeit gähnende Leere.

Foto: Lars Heidrich / FUNKE Foto Services

Weeze.  Der Flughafen in Weeze ist in durch die Corona-Krise in starke Turbulenzen geraten. Jetzt bittet er den Kreis Kleve und die Gemeinde um Hilfe.

Der Regionalflughafen in Weeze ist durch die Corona-Krise in stärkere Turbulenzen geraten als bislang bekannt. Um eine Pleite zu vermeiden, hat die Flughafen Niederrhein GmbH den Kreis Kleve und die Gemeinde um einen Zuschuss von sechs Millionen Euro gebeten. Das geht aus einer Vorlage für den Kreistag hervor, die unserer Redaktion vorliegt.

Ohne diesen Zuschuss, für den die stille Beteiligung von Kreis und Gemeinde ausgeweitet werden soll, könnte der Airport in einen Liquiditätsengpass geraten, der „nicht mehr zu bewältigen ist“, warnt Flughafen-Geschäftsführer Ludger van Bebber. Er rechnet frühestens für das Jahr 2024 mit einem Passagieraufkommen, das in etwa dem des Jahres 2019 entspricht.

Flughafen ist derzeit nur im Bereitschaftsmodus

Aktuell ist der Flughafen im Bereitschaftsmodus. Derzeit, so heißt es in der Vorlage, mache der Flughafen rund eine Million Euro Verlust pro Monat. Ryanair als die wichtigste Fluggesellschaft (neben dem irischen Billigflieger operiert dort der türkische Ferienflieger Corendon) wird den Betrieb dort am Juli wieder aufnehmen. Van Bebber geht aber davon aus, dass zu Beginn der Wiederaufnahme des Flugbetriebs allenfalls 80 Prozent der bisherigen Flugziele angeflogen und maximal 50 Prozent der üblichen Sitzkapazitäten angeboten werden können.

Der Kreis Kleve soll laut Vorlage von dem Zuschuss 3,12 Millionen Euro tragen, die Gemeinde Weeze die restlichen 2,88 Millionen. Hilfen von Bund oder Land will der Flughafen nicht in Anspruch nehmen, da diese nur in Form von Krediten mit vergleichsweise kurzen Laufzeiten angeboten werden.

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