Rechtsterrorismus

„Atomwaffen Division“: Wurde Neonazi am Flughafen gestoppt?

Am Flughafen Berlin-Tegel soll ein Neonazi aus den USA an der Einreise gehindert worden.

Am Flughafen Berlin-Tegel soll ein Neonazi aus den USA an der Einreise gehindert worden.

Foto: Monika Skolimowska / dpa

Berlin.  In Berlin-Tegel soll ein Mitglied der „Atomwaffen Division“ an der Einreise gehindert worden sein. Die Gruppe hatte Politiker bedroht.

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Am vergangenen Donnerstagabend ist laut einem Medienbericht am Flughafen Berlin-Tegel ein Mitglied der rechtsterroristischen „Atomwaffen Division“ aus den USA an der Einreise nach Deutschland gehindert worden. Das berichtet „Zeit Online“.

Gleich nach der Landung sei der 31-Jährige von Polizisten abgefangen und befragt worden. Die Polizei habe zuvor vom FBI, also von der US-amerikanischen Bundespolizei, den Hinweis erhalten, dass einer der Reisenden der Maschine aus Dublin Teil der rechtsterroristischen Organisation sei. Nach der Befragung sei der Mann mit einem Flugzeug zurück nach Irland geschickt worden, heißt es in dem Bericht.

Atomwaffen Division: Gefährliche Terrorgruppe auch in Deutschland

Die „Atomwaffen Division“ gilt in den USA als eine der gefährlichsten Neonazi-Gruppen und als extrem gewaltbereit. Ihr Ziel ist es, einen Rassenkrieg gegen Andersdenkende herbeizuführen. Die Mitgliederzahl wird derzeit auf 40 bis 100 Personen geschätzt. Einigen ihrer Mitglieder werden in den USA fünf Morde zur Last gelegt. Vor etwa einem Jahr soll sich ein deutscher Ableger der Gruppe gebildet haben.

Hintergrund: Rechtsextreme Hetze: Das sind die Maßnahmen der Regierung

Anfang November 2019 sorgte der deutsche Ableger zum ersten Mal für Schlagzeilen, als die Grünen-Politiker Claudia Roth und Cem Özdemir Morddrohungen erhielten.

Beide Drohmails waren mit „Atomwaffen Division Deutschland“ unterzeichnet, gingen am 27. Oktober ein und nehmen Bezug aufeinander. Wörtlich hieß es in der Todesdrohung an Roth: „Sie sind zurzeit Platz zwei auf unserer Abschussliste.“ (msb)

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