Politik

Auf Kosten der Ärmsten

Die NRW-Landesregierung will das Sozialticket nur noch bis 2020 bezuschussen. Die Pläne stoßen auf breite Kritik. Zu Recht.

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Die neue Landesregierung schickt das Sozialticket aufs Abstellgleis. 2020 gibt es keine Zuschüsse mehr für die Städte: Damit ist das Aus des überaus sinnvollen Angebots besiegelt – nicht vorstellbar, dass die finanziell gebeutelten Kommunen für das Land einspringen werden.

Rund 300 000 Menschen ohne Job nutzen das Angebot derzeit. Das Sozialticket ermöglicht ihnen die Teilhabe am Alltag, der wie bei den arbeitenden Mitbürgern Mobilität erfordert. Für den Einkauf, den Arzttermin, den Besuch von Freunden und Familie oder auch das Vorstellungsgespräch. Die Landesregierung betont, dass das Geld in den dringend benötigten Bau von neuen Straßen gesteckt werden soll. Das macht durchaus Sinn. Doch im Unterton schwingt mit, dass die Millionen Euro in der Infrastruktur besser angelegt sind als für das Sozialticket. Schwarz-Geld handelt wenig sensibel und auf Kosten der Ärmsten. Ein Armutszeugnis.

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