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Brownfacing: Trudeau entschuldigt sich für Foto aus 2001

Justin Trudeau, Premierminister von Kanada, gibt eine Erklärung zu einem Foto aus dem Jahr 2001 ab.

Justin Trudeau, Premierminister von Kanada, gibt eine Erklärung zu einem Foto aus dem Jahr 2001 ab.

Foto: Sean Kilpatrick / dpa

Ottawa.  Kurz vor den Wahlen sieht sich Kanadas Regierungschef mit einem Foto konfrontiert, das ihn mit einem dunkel geschminkten Gesicht zeigt.

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Das „Time Magazin“ hat ein fast 20 Jahre altes Foto des kanadischen Regierungschefs Justin Trudeau veröffentlicht. Es zeigt ihn auf einem Kostümball mit dem Titel „Arabische Nächte“ – mit einem dunkel geschminkten Gesicht, einem Gewand und einem Turban. Eine heikle Angelegenheit für Trudeau – und das gut einen Monat vor den vermutlich engen Parlamentswahlen.

Trudeau reagierte umgehend und entschuldigte sich. „Ich habe mir ein Aladdin-Kostüm angezogen und Make-up aufgetragen“, sagte er dem kanadischen Sender CBC. „Ich hätte das nicht tun sollen. Ich hätte es besser wissen sollen, aber das habe ich nicht. Es tut mir wirklich leid.“

Justin Trudeau: Es war etwas Rassistisches

Er fügte hinzu: „Es war etwas, von dem ich damals nicht dachte, dass es rassistisch wäre, aber jetzt erkenne ich, dass es etwas Rassistisches war.“ Er werde weiter daran arbeiten, Intoleranz und Diskriminierung zu bekämpfen, auch wenn er in der Vergangenheit offensichtlich einen Fehler gemacht habe.

Zum Zeitpunkt der Aufnahme im Jahr 2001 war Trudeau 29 Jahre. Das Bild war laut „Time Magazine“ im Jahrbuch einer Privatschule in Vancouver veröffentlicht worden, in der Trudeau damals gelehrt hatte.

Justin Trudeau gegen Andrew Scheer

Der Wahlkampf läuft seit einer guten Woche. Die Neuwahlen finden am 21. Oktober statt. Umfragen zufolge liegen Trudeaus Liberale und die Konservativen seines schärfsten Konkurrenten Andrew Scheer in etwa gleich auf - trotz boomender Wirtschaft und niedriger Arbeitslosenquote.

Trudeau setzte in den vergangenen Monaten ein Skandal um Ermittlungen gegen die kanadische Firma SNC-Lavalin wegen Korruption und Schmiergeldzahlungen zu. Dem Premierminister wird vorgeworfen, dass er Ermittlungen seiner damaligen Justizministerin gegen das Unternehmen habe unterdrücken wollen. Mitte August kam eine Ethik-Kommission zu dem Schluss, Trudeau habe sich falsch verhalten. (jb/dpa)

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