Spendenaktion

Tausende Spenden für Flutopfer – so können auch Sie helfen!

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Das Ausmaß der Zerstörung ist gigantisch: Trümmer und Reste der Flut in Altenahr-Kreuzberg. Gemeinsam mit der Caritas rufen wir zu Spenden für die Opfer der Hochwasserkatastrophe

Das Ausmaß der Zerstörung ist gigantisch: Trümmer und Reste der Flut in Altenahr-Kreuzberg. Gemeinsam mit der Caritas rufen wir zu Spenden für die Opfer der Hochwasserkatastrophe

Foto: Christof Stache/AFP

An Rhein und Ruhr.  Die Resonanz auf die Spendenaktion von NRZ und Caritas zugunsten der Flutopfer ist überwältigend. Sie können noch mithelfen – wie, steht hier.

Die Spendenbereitschaft für die Betroffenen der Flutkatastrophe hält weiter an. Bei der gemeinsamen Spendenaktion von Caritas und NRZ sind bislang rund 4,2 Millionen Euro zusammengekommen, das ist überwältigend. Mit den Spenden soll den Betroffenen, die häufig vor den Trümmern ihrer Existenz stehen, schnell und unbürokratisch geholfen werden. Der Hilfsbereitschaft ist überwältigend und der Erfolg der Aktion entsprechend groß. Stand Freitag gab es bereits mehr als 15.500 Einzelspenden – von einer kleinen Summe bis hin zu Einzelspenden von 15.000 Euro!

Mit den Großspenden der RAG- und der Brost-Stiftung sind derzeit insgesamt rund 4,2 Millionen Euro zusammengekommen. Die FUNKE-Mediengruppe, zu der die NRZ gehört, beteiligt sich mit 50.000 Euro an der Spendenaktion.

Das Geld hilft bereits jetzt da, wo Hilfe dringend nötig ist: Familien aus Bad Münstereifel, die bei Schleiden eine Unterkunft in einem Pfadfinderheim gefunden haben; Familien in Balve im Sauerland, die Bargeld erhalten haben; älteren Menschen in Erftstadt, deren Pflegeheim evakuiert wurde.

Der Caritasverband Eifel hat bereits mehrere Hunderttausend Euro an betroffene Familien im Kreis Euskirchen ausgeschüttet. Dort liegen von der Katastrophe besonders hart getroffene Kommunen wie Schleiden, Kall und Nettersheim. Den Familien wird mit Geldbeträgen zwischen 1000 und 25.000 Euro geholfen.

RAG-Stiftung spendet eine Million Euro

47 Tote allein in NRW, zerstörte Dörfer, Tausende Menschen, die alles verloren haben und jetzt vor dem Nichts stehen. Das Ausmaß der Unwetter-Katastrophe ist ungeheuerlich und in der Geschichte Nordrhein-Westfalens ohnegleichen. Die NRZ möchte helfen und hat Sie, liebe Leserinnen und Leser, deswegen gemeinsam mit der Caritas zu Spenden für die Opfer der Katastrophe aufgerufen.

Die RAG-Stiftung sagte eine Soforthilfe in Höhe von einer Million Euro zu. „Von der Flutkatastrophe sind so viele Menschen betroffen, die jetzt dringend unser aller Hilfe benötigen. Wir sehen es als RAG-Stiftung als unsere gesamtgesellschaftliche Pflicht an, einen Beitrag zur Linderung der Not zu leisten. Deshalb beteiligt sich die Stiftung mit einer Million Euro an der Hilfsaktion der NRZ“, sagte der Vorstandsvorsitzende Bernd Tönjes.

Zuvor hatte bereits die Brost-Stiftung eine Soforthilfe in Höhe von 250.000 Euro zugesichert. Deren Vorsitzender Bodo Hombach sagte unserer Redaktion: „Bei der Corona-Hilfsaktion hat sich unsere bürgernahe Zusammenarbeit bewährt. Jetzt sind durch die Flutkatastrophe auch in unserer Region viele in schreckliche Not geraten. Es muss schnell und unbürokratisch gehandelt werden. Wir folgen deshalb gern der Initiative der FUNKE-Aufsichtsratsvorsitzenden Julia Becker und der NRZ.“

Hilfen sollen "zielgenau" weitergeleitet werden

„Die Reaktion auf unseren Spendenaufruf ist überwältigend“, sagte Julia Becker. „Ich danke allen, die sich daran beteiligen, die Not so vieler Menschen zu lindern. Sehr erfreulich, dass auch viele Stiftungen dabei sind. Das zeigt: Wir halten im Ruhrgebiet zusammen. Dass dazu auch unsere Zeitungen beitragen, freut mich besonders. So sollten Regionalmedien sein: nah dran und verbunden mit den Menschen.“ Die FUNKE-Mediengruppe, zu der die NRZ gehört, beteiligt sich, wie berichtet, mit 50.000 Euro an der Spendenaktion.

In den nächsten Tagen werden wir weiter ausführlich berichten, wie und wo die Spenden angekommen sind. Heinz-Josef Kessmann, Sprecher der Diözesan-Caritasdirektoren in NRW, hatte am Wochenende betont, dass die Hilfen „umgehend und zielgenau, aber sehr sorgfältig an Bedürftige und Notleidende“ weitergeleitet werden.

Caritas verspricht "unbürokratische Überbrückungshilfe"

Unsere Redaktion erreicht den Sprecher des Caritasverbandes in Euskirchen zwischen Tür und Angel. Carsten Düppengießer versucht seit Tagen, seinen Keller wieder trocken zu bekommen. Er lebt in Schleiden im Kreis Euskirchen, und am Mittwochabend wurde seine Anliegerstraße zu einem reißenden Fluss. „Unser Keller, unser Garten und unsere Garage sind vollgelaufen“, erzählt er.

Er hat trotzdem mehr Glück gehabt als andere Menschen in Schleiden. Im Stadtteil Gemünd sieht es katastrophal aus, erzählt er, Autos sind ineinandergeschoben, der Asphalt ist aufgerissen, Häuser sind einsturzgefährdet. Zahlreiche Menschen mussten gerettet werden. Dass die NRZ jetzt den Betroffenen helfen will, freut Düppengießer.

Besonders Menschen in ohnehin problematischen Lebenssituationen bräuchten nun Unterstützung. „Wer ohnehin von Wohnungslosigkeit bedroht ist, wird wahrscheinlich keine Versicherung haben. Diese Leute brauchen eine unbürokratische Überbrückungshilfe.“ Sprich: Bargeld.

Wie Markus Lahrmann, Pressesprecher der Caritas in NRW berichtet, soll ähnliches auch in ebenfalls schwer betroffenen Hagen geschehen. Dort plane der Sozialdienst Katholischer Frauen (SKF) über die Kindertagsstätten Bargeld an Alleinerziehende und bedürftige Familien zu verteilen. „Die Pfarrcaritas Hohenlimburg verteilt bereits Lebensmittel und Hygieneartikel.“ Ein Problem in Hagen: Mancherorts werden der Strom noch bis zum kommenden Dienstag weg sein. „Sie können keine Lebensmittel kühlen und sind deshalb auf Hilfe angewiesen.“

Die Caritas-Verbände sichern zu, dass die Spenden-Mittel direkt bei den Betroffenen ankommen. „Wir sind erschrocken über das Ausmaß der Verwüstungen durch die Unwetter-Katastrophe und werden den Opfern helfen“, sagt Heinz-Josef Kessmann. Auch er freut sich über die Spendenaktion der NRZ: „Ich finde es bemerkenswert und toll, dass die Leserinnen und Leser der NRZ Solidarität mit den Flutopfern zeigen“, so Kessmann. Und weiter: „Hier zeigt sich erneut das starke Zusammengehörigkeitsgefühl der Menschen im Westen und die große Bereitschaft, einander zu helfen.“

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Spenden bitte an:

Caritas, Bank für Sozialwirtschaft Karlsruhe

IBAN: DE88 6602 0500 0202 0202 02,

Verwendungszweck: Funke hilft - CY00899

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