Bundespolizei

Große Sorge um Sicherheit an NRW-Bahnhöfen wegen Personalnot

Essen.  Der Bundespolizei fehlt weiter Personal wegen der Flüchtlingskrise. Das macht sich besonders an den Bahnhöfen in Nordrhein-Westfalen bemerkbar.

Der Unterstützungseinsatz der Bundespolizei an der deutsch-österreichischen Grenze im Zuge der Flüchtlingskrise sorgt weiter für Personalengpässe an den NRW-Bahnhöfen. Die aktuelle Lage in Bayern gebe es seit Monaten nicht mehr her, dass Hunderte Beamte dort ihren Dienst versähen und nicht „hier in den leergefegten Bahnhofsdienststellen“, wo sie dringender benötigt würden, heißt es in einer Stellungnahme des Bundes Deutscher Kriminalbeamter (BDK) für eine Expertenanhörung kommende Woche im Düsseldorfer Landtag.

Laut Gewerkschaft der Polizei (GdP) ist die Gesamtpersonalstärke der Bundespolizeiinspektionen in NRW derart ausgedünnt, dass ausgerechnet Bahnhofsreviere im Ballungsraum Ruhrgebiet nur noch zeitweise besetzt werden könnten. Die Bürger reagierten „mittlerweile sehr verärgert über die Nichtbesetzung von Dienststellen“, so die GdP. Die Landespolizei sei häufig gezwungen, unterstützend einzugreifen, weil die Bundespolizei nicht mehr vor Ort ist.

Brisante Situation an den Bahnhöfen der Direktion Kleve

Brisant sei die Lage auch in der Direktion Kleve, die immerhin für 38 Bahnhöfe und 282 Kilometer Grenze zu den Niederlanden zuständig sei. Dort müsse man mit gut der Hälfte der eigentlich vorgesehenen Personalstärke auskommen.

Laut Dortmunder Polizeipräsidium mussten die Landesbeamten in der drittgrößten NRW-Stadt in den vergangenen 400 Tagen 32-mal die für den Bahnhof zuständigen Kollegen unterstützen. „Die Polizei Dortmund hat ein reges Interesse daran, dass die Bundespolizei am Standort Dortmund ihre Personalressourcen voll nutzt und ihre Aufgabenstellung mittelfristig wieder mit 100 Prozent ihrer Soll-Stärke wahrnimmt“, forderte Dortmund Polizeipräsident Gregor Lange.

Nach Gewerkschaftsangaben klafft bei der Bundespolizei in NRW aktuell zwischen Soll- und Ist-Stärke eine Lücke von fast 1000 Beamten.

Leserkommentare (11) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik