Studie

Bildungsmonitor: NRW bleibt bei der Betreuung Schlusslicht

Bei den Betreuungsbedingungen an Schulen und Hochschulen bleibt NRW bundesweit Schulsslicht. Zu diesem Ergebnis kommt der „Bildungsmonitor 2020“.

Bei den Betreuungsbedingungen an Schulen und Hochschulen bleibt NRW bundesweit Schulsslicht. Zu diesem Ergebnis kommt der „Bildungsmonitor 2020“.

Foto: Sebastian Kahnert / dpa

Düsseldorf.  Wie steht es um die Betreuungsbedingungen an Schulen und Hochschulen in NRW? Der „Bildungsmonitor 2020“ kommt erneut zu keinem guten Ergebnis.

Nordrhein-Westfalen hat einer Studie zufolge seit Jahren die schlechtesten Betreuungsbedingungen an Schulen und Hochschulen bundesweit. Das geht aus dem am Freitag in Berlin vorgestellten „Bildungsmonitor 2020“ der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) hervor. Beim Betreuungsschlüssel Schüler-Lehrer landet NRW erneut als Schlusslicht auf Platz 16.

Klassenbester in der Gesamtbewertung bleibt Sachsen. NRW landet in der Gesamtbetrachtung aller Kategorien auf Platz 12. Ein chronisches Problem bleibt im bevölkerungsreichsten Bundesland die „Bildungsarmut“.

„Bei der Überprüfung der Bildungsstandards erreichten überdurchschnittlich viele Neuntklässler im Lesen, in Mathematik und in den Naturwissenschaften nur die unterste Kompetenzstufe“, heißt es in der Analyse. Im Ergebnis landet NRW hier auf Platz 14 der Vergleichsstudie.

Bildungsmonitor: Bildung hat in NRW bei öffentlichen Ausgaben niedrige Priorität

Besonders schlecht schneidet Nordrhein-Westfalen bei der Bewertung ab, wie viel Geld Bildung den einzelnen Ländern wert ist. NRW weise der Bildung bei seinen öffentlichen Ausgaben die zweitniedrigste Priorität zu, stellt die Studie fest.

Die Vergleichsstudie bewertet nach Angaben der INSM, „inwieweit ein Bundesland Bildungsarmut reduziert, zur Fachkräftesicherung beiträgt und Wachstum fördert“. Neben dem Leistungsstand von Schülern wird unter anderem verglichen, wie viel Geld ein Land pro Schüler ausgibt, wie das zahlenmäßige Verhältnis zwischen Lehrern und Schülern oder wie hoch der Anteil jüngerer Lehrer ist.

Auch die Schul- und Azubi-Abbrecherquoten werden untersucht. Die INSM wird nach eigenen Angaben von den Arbeitgeberverbänden der Metall- und Elektro-Industrie finanziert. (dpa)

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