Sozialpolitik

Coronavirus:: SPD-Fraktion fordert höheres Kurzarbeitergeld

SPD-Landtagsfraktionschef Thomas Kutschaty bringt ein höheres Kurzarbeitergeld ins Gespräch.

SPD-Landtagsfraktionschef Thomas Kutschaty bringt ein höheres Kurzarbeitergeld ins Gespräch.

Foto: Socrates Tassos / FUNKE Foto Services

Düsseldorf  Viele Beschäftigte müssen nun mit Kurzarbeitergeld auskommen. Aber mit 60 Prozent des Einkommens ist das kaum möglich, so Thomas Kutschaty /SPD).

Die SPD-Landtagsfraktion dringt darauf, dass sich NRW wegen der Auswirkungen der Coronakrise im Bund für ein höheres Kurzarbeitergeld stark macht. „Es ist gut, dass es Kurzarbeitergeld gibt, aber es liegt bei nur 60 beziehungsweise 67 Prozent des ausgefallenen Nettolohns, und das ist für viele Familien zu wenig. Die NRW-Landesregierung sollte sich dafür einsetzen, dass das Kurzarbeitergeld auf 80 Prozent steigt beziehungsweise auf 87 Prozent für Beschäftigte mit Kindern“, sagte SPD-Landtagsfraktionschef Thomas Kutschaty am Donnerstag.

Der Essener forderte darüber hinaus einen Rettungsschirm für die Kommunen, die in der Corona-Krise besondere Lasten tragen müssten. Die Altschuldenhilfe für finanziell klamme Städte, insbesondere im Ruhrgebiet, müsse nun erst recht auf den Weg gebracht werden. NRW benötige 12 bis 13 Milliarden Euro, um die Kommunen entschulden zu können.

"Zu früh zum Lockern der Kontaktsperre"

Indirekt kritisierte Kutschaty den Oberbürgermeister von Düsseldorf, Thomas Geisel (SPD), der eine rasche Lockerung der Kontaktsperre ins Gespräch gebracht hatte. Nun gelte es vor allem, Ältere und Vorerkrankte zu schützen, sagte Kutschaty. Am vierten Tag der Maßnahmen sei es zu früh, über eine Lockerung nachzudenken. Noch sei nicht zu sehen, ob die Kontaktsperre wie erhofft wirke. (mk)​

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben