Biografie im Steckbrief

Hendrik Wüst - So tickt der neue NRW-Ministerpräsident

| Lesedauer: 2 Minuten
Wer ist Hendrik Wüst

Wer ist Hendrik Wüst

Hendrik Wüst soll die Laschet-Nachfolge in der NRW-CDU und der Landesregierung antreten.

Beschreibung anzeigen

Düsseldorf.  Er verabschiedet sich in Textnachrichten mit "Wüst grüßt" und gehört mit Markus Söder zu den Jedi-Rittern der Union: So tickt Hendrik Wüst (CDU).

  • Geboren 1975 in Rede in Westfalen
  • Mit 18 bereits Stadtverordneter, mit 30 Landtagsabgeordneter, seit 2017 Verkehrsminister.
  • Nachfolger von Armin Laschet als NRW-Ministerpräsident

Hendrik Wüst (CDU) ist zum neuen Ministerpräsidenten von Nordrhein-Westfalen gewählt worden. Aber wie tickt der 46-Jährige? Wissenswertes und Überraschendes im Steckbrief.

Biografisches

geboren 1975, aufgewachsen als jüngstes von drei Kindern in Rhede. Hochzeit 2019 mit der ebenfalls aus Rhede stammenden Juristin Katharina Starting auf Schloss Raesfeld. 2021 Geburt von Tochter Pippa.

Hendrik Wüst: Die Ausbildung des neuen NRW-Ministerpräsidenten

Ausbildung

Abitur 1995 am Bocholter Euregio-Gymnasium, danach Jura-Studium in Münster. 2003 Zulassung als Rechtsanwalt.

Erster politischer Impuls

Protest gegen die Einführung von Kopierkosten an seiner Schule.

Einstieg in die Politik

mit 15 Gründung der Jungen Union Rhede.

Mit 18 bereits Stadtverordneter: Hendrik Wüst

Aufstieg in der Politik

mit 18 Stadtverordneter, mit 30 Landtagsabgeordneter, mit 31 Generalsekretär der NRW-CDU. Seit 2013 Chef des CDU-Wirtschaftsflügels, seit 2017 Verkehrsminister.

Markenzeichen

unterzeichnet SMS grundsätzlich mit „Wüst grüßt“.

Medientauglichkeit

war von 2010 bis 2017 nebenberuflich Geschäftsführer des Zeitungsverlegerverbandes Nordrhein-Westfalen. Eine seiner älteren Schwestern arbeitet als Journalistin.

Rhetorik

westfälisch temperiert mit Mut zur Denkpause, gelegentlich auch schnodderiger Junge-Union-Jargon mit Plural-Du („Leute, Ihr müsst doch…“). Immer gut vorbereitet.

2010 musste Hendrik Wüst als Generalsekretär der NRW-CDU zurücktreten

Skandale

musste 2010 als Generalsekretär der NRW-CDU zurücktreten, weil Sponsoren Gespräche mit Ministerpräsident Jürgen Rüttgers zum Kauf angeboten wurden. Außerdem hatte Wüst unrechtmäßig vom Landtag Zuschüsse zur privaten Krankenversicherungen kassiert.

Lernkurve

gilt heute als umgänglich und höflich. Hat allerdings vor 15 Jahren als konservativer Wadenbeißer die damalige SPD-Landeschefin Hannelore Kraft übel als angeblich sozialistische „Kraftilanti“ diffamiert – in Anspielung an die frühere hessische SPD-Vorsitzende Ypsilanti und ihr gescheitertes rot-rot-grünes Projekt.

Hendrik Wüst: 1989 Kreismeister mit dem TV Rhede

Sport

1989 Kreismeister mit der Handball-C-Jugend des TV Rhede, Kampfname: „Henne“. Einziger NRW-Minister, der auch mal zu Terminen radelt, seit dem Grünen Johannes Remmel.

Hobbys

Jagd, Krimis.

Doppelgänger

Wüst ähnelt der CDU-Politiker-Parodie Dr. Udo Brömme („Zukunft ist gut für alle“), verkörpert durch den Komiker Ralf Kabelka.

Jugendsünde

erarbeitete einst mit CSU-Chef Markus Söder, Baden-Württembergs Ex-Ministerpräsident Stefan Mappus und dem verstorbenen Junge Union-Vorsitzenden Philipp Mißfelder das folgenlos gebliebene Thesenpapier „Moderner bürgerlicher Konservativismus“. Söder nannte das selbsternannte Vordenker-Quartett angeblich „Jedi-Ritter“.

Unterstützer

Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann, Junge Union, CDU-Sozialflügelmann Dennis Radtke, Bundestags-Landesgruppenchef Günter Krings, Essens Oberbürgermeister Thomas Kufen.

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: Landespolitik

Leserkommentare (1) Kommentar schreiben