Verkehr

Mehr Autos auf NRW-Straßen - aber noch immer weniger Staus

Stau auf der A40: Kein unübliches Bild an einem normalen Montag. Aber trotz der Lockerungen liegt das Stau-Aufkommen in NRW noch immer deutlich unter den Werten der Vor-Corona-Zeit.  FUNKE Foto Services

Stau auf der A40: Kein unübliches Bild an einem normalen Montag. Aber trotz der Lockerungen liegt das Stau-Aufkommen in NRW noch immer deutlich unter den Werten der Vor-Corona-Zeit. FUNKE Foto Services

Foto: Socrates Tassos

Essen.  Auf den NRW-Straßen fahren wieder mehr Autos. Doch laut ADAC stecken Autofahrer immer noch deutlich weniger im Stau als vor der Corona-Krise.

Auf den Straßen in NRW nimmt der Autoverkehr zwar langsam wieder zu. Immer noch aber sind spürbar weniger Autofahrer unterwegs als in Vor-Corona-Zeiten. Das machte sich etwa am langen Christi-Himmelfahrts-Wochenende in der vergangenen Woche bemerkbar. Laut ADAC Nordrhein steckten Autofahrer in Nordrhein-Westfalen in dieser Zeit deutlich weniger in Staus und stockendem Verkehr fest als in den vergangenen Jahren. Von Mittwoch bis Sonntag gab es laut ADAC-Verkehrsdatenbank demnach 1132 Staumeldungen in NRW. Das sind fast 46 Prozent weniger als 2019. Die Gesamt-Staulänge ging um fast 60 Prozent zurück und lag an den fünf Tagen bei 1015 Kilometern. 2019 waren es 2481 Staukilometer.

Reiselust noch gedämpft

„Auch wenn in mehreren Bundesländern Hotels, Ferienhäuser und Campingplätze wieder geöffnet hatten, war die Reiselust der Deutschen noch gedämpft“, erläutert ADAC-Mobilitätsexperte Roman Suthold die Zahlen. Die meisten Stauereignisse zählte der ADAC in NRW mit 511 am vergangenen Mittwoch - mit Blick auf den gleichen Tag im Vorjahr ein Rückgang um fast 62 Prozent. 2019 gehörte der Mittwoch vor Christi Himmelfahrt mit 1335 Staus noch zu den staureichsten Tagen des Jahres.

53 Prozent weniger Staumeldungen

In der Wochenübersicht setzt sich der Trend der Vorwochen allerdings weiter fort: Die Stauereignisse auf den Autobahnen in NRW nehmen zu, von der vorletzten zur letzten Woche um knapp sieben Prozent. Die Zahlen liegen aber nach wie vor deutlich unter den Stau-Werten vor der Corona-Krise. In der Christi-Himmelfahrts-Woche vom 18. bis 24. Mai gab es knapp 53 Prozent weniger Staumeldungen als Anfang März.

Mehr Staus an Pfingsten

Am langen Pfingstwochenende steht das touristische Angebot in fast allen Teilen Deutschlands wieder zur Verfügung. Die Reiseeinschränkungen wurden weiter gelockert. Kurzurlauber aus NRW werden sich laut ADAC also wieder vermehrt auf Staus einstellen müssen. Zudem beginnen in Bayern und Baden-Württemberg zweiwöchige Ferien. Die größte Staugefahr auf den NRW-Autobahnen sieht der ADAC über Pfingsten besonders am Freitagnachmittag und am frühen Freitagabend, Samstagvormittag und Montagnachmittag. Staustrecken bleiben unverändert vor allem die A 1 (Köln - Bremen), A 2 (Oberhausen - Hannover), A 3 (Oberhausen - Frankfurt) und A 61 (Mönchengladbach - Koblenz) sowie der Kölner Ring (A 1/A 3/A 4). An allen Tagen müssen Autofahrer mit Lkw-Verkehr rechnen, da das sonst übliche Fahrverbot an Sonn- und Feiertagen wegen der Corona-Krise nach wie vor aufgehoben ist.

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