Elektromobilität

Privatmann Laschet fährt Kleinwagen „e.Go“

Der neue Elektro-Kleinwagen „e.Go life“, made in Aachen, wird künftig in der Garage von Ministerpräsident Armin Laschet stehen.

Der neue Elektro-Kleinwagen „e.Go life“, made in Aachen, wird künftig in der Garage von Ministerpräsident Armin Laschet stehen.

Foto: Marius Becker

Düsseldorf   Der Ministerpräsident steigt auf ein Elektroauto aus seiner Heimatstadt Aachen um. Die Garage hat er schon hergerichtet.

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) fährt demnächst ein Elektroauto aus seiner Heimatstadt Aachen. Er stehe auf der Bestellliste für das Modell „e.Go life“ aus der Fertigung des RWTH-Professors Günther Schuh, das er nach der Auslieferung in einigen Tagen natürlich auch privat bezahlen werde, kündigte Laschet am Mittwoch in Düsseldorf an. Bereits an diesem Donnerstag wird Laschet dabei sein, wenn der „e.Go life“ erstmals als vollelektrisch angetriebenes Serienfahrzeug in Aachen vom Band rollt.

Als Ministerpräsident wird Laschet zwar weiter täglich von einer schweren Audi A8-Limousine plus Begleitfahrzeug durch Nordrhein-Westfalen chauffiert. Als Privatmann will er jedoch mit dem nur 3,35 Meter langen Stadtwagen mit Kunststoffkarosserie unterwegs sein, der mit einem Einstiegspreis von rund 15.000 Euro als günstiges Elektroauto gilt. In seiner Garage in Aachen-Burtscheid habe er bereits eine Ladestation installieren lassen, damit der „e.Go“ nach sechs Stunden wieder fahrbereit ist. Die Reichweite beträgt gut 100 Kilometer.

NRW will Spitzenplatz bei Batterieforschung

Laschet gilt als großer Bewunderer des RWTH-Professors Schuh, der bereits den Elektro-Transporter „Streetscooter“ entwickelte und 2014 für die Paketzustellung an die Deutsche Post verkaufte. Das Land unterstützte den Aufbau des „e.Go“-Werks mit 2,6 Millionen Euro.

Laschet strebt mit NRW einen Spitzenplatz bei der Forschung und Produktion von Batteriezellen für die Elektromobilität an. Das Land bewirbt sich um eine neue Forschungsfabrik des Bundes, die mit 400 Millionen Euro gefördert werden soll. Eine Entscheidung darüber soll in Berlin noch vor der Sommerpause fallen. Wunschstandort in NRW ist Münster, wo bereits das angesehene Batterieforschungsinstitut MEET angesiedelt ist. Zudem hofft man in Düsseldorf, mit Hilfe des Bundes eine Batteriezellenproduktion in Euskirchen nahe des auslaufenden Braunkohletagebaus etablieren zu können.

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