Großeinsätze

Zwischen Kohle-Demo und Kirchentag: NRW-Polizei im Stress

Alle Einsatzkräfte in den Stiefeln: Die NRW-Polizei wird an diesem Wochenende mal wieder einem besonderen Stresstest unterzogen.

Alle Einsatzkräfte in den Stiefeln: Die NRW-Polizei wird an diesem Wochenende mal wieder einem besonderen Stresstest unterzogen.

Foto: Martin Möller / Funke

Düsseldorf  Das lange Fronleichnams-Wochenende beschert den Einsatzhundertschaften aus NRW viele Arbeitsstunden. Doch sie kennen solche Belastungsproben ja.

Die nordrhein-westfälische Polizei richtet sich auf ein arbeitsreiches langes Fronleichnams-Wochenende ein. Mehrere Tausend Beamte werden vor allem beim Evangelischen Kirchentag in Dortmund und bei den angekündigten Klima-Protesten im Rheinischen Braunkohle-Revier im Einsatz sein. Alle Einsatzhundertschaften der Bereitschaftspolizei seien „in den Stiefeln“, hieß es am Mittwoch aus Sicherheitskreisen. Gleichwohl sei die NRW-Polizei solche Belastungsproben durch viele Großdemonstrationen im Jahr oder brisante Spiele der Fußball-Bundesliga durchaus gewohnt.

Während die Absicherung des Kirchentages mit rund 100.000 erwarteten Besuchern weitgehend vom Dortmunder Polizeipräsidium allein gestemmt wird, kommen bei den verschiedenen Anti-Kohle-Demos am Tagebaurand unter den geschätzt 2000 Polizeikräften auch Beamte aus anderen Bundesländern zum Einsatz. Da mit illegalen Aktionen rund um das Werksgelände des Energiekonzerns RWE gerechnet werden muss, halten sich ebenfalls Höheninterventionsteams der Polizei in Alarmbereitschaft. Bei Großlagen ist es üblich, dass sich die Länderpolizeien gegenseitig unterstützen. Als vor einigen Jahren die Pegida-Demonstrationen in Ostdeutschland ihren Höhepunkt erlebten, waren die 18 Hundertschaften aus NRW sogar für 750.000 Stunden in andere Bundesländer abkommandiert - ein Rekordwert, der damals auch für Kritik innerhalb der Polizei sorgte.

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