Rechter Terror

Nach Anschlag in Hanau: Laschet sagt Karnevalsempfänge ab

Nach dem Anschlag im hessischen Hanau, hier ein Bild von einem der Tatorte, hat die NRW-Landesregierung die Karnevalsempfänge in den beiden Landesvertretungen in Berlin und Brüssel abgesagt.

Nach dem Anschlag im hessischen Hanau, hier ein Bild von einem der Tatorte, hat die NRW-Landesregierung die Karnevalsempfänge in den beiden Landesvertretungen in Berlin und Brüssel abgesagt.

Foto: Andreas Arnold / dpa

Düsseldorf.  Nach dem Anschlag in Hanau sagt das Land NRW seine Karnevalsempfänge ab. Außerdem soll die Polizei muslimische Einrichtungen im Land sichern.

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat die Karnevalsveranstaltungen in den Landesvertretungen in Berlin und Brüssel nach dem Anschlag im hessischen Hanau abgesagt. Das gab NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) am Donnerstag bekannt.

Nach Anschlag: Polizeistreifen soll muslimische Einrichtungen in NRW sichern

Er habe angeordnet, Orte, an denen sich viele muslimische Mitbürger aufhalten, mit Polizeistreifen zu sichern, sagte Reul. „Dazu gehören während des Freitagsgebets auch die Moscheen.“ Er habe zudem Trauerbeflaggung für das ganze Land am Donnerstag und Freitag sowie eine Schweigeminute im Innenministerium angeordnet.

„Nach allem, was wir wissen, handelte der Täter aus rassistischen Motiven“, sagte Reul. Gegen das Gift des Rassismus „müssen wir ein Gegengift finden“, sagte Reul. „Ich glaube, es ist wichtig, dass wir trotz der tollen Tage jetzt innehalten.“ Es handele sich um eine der schlimmsten rechtsextremistischen Taten in der Geschichte der Bundesrepublik. (dpa)

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben