Düsseldorf.

Nur jeder siebte Einbruch wird aufgeklärt

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Düsseldorf. Die steigende Zahl von Wohnungseinbrüchen stellt die Polizei weiter vor große Probleme. Im vergangenen Jahr wurden in NRW fast 55 000 Einbrüche registriert, 1,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Nur knapp jeder siebte Einbruch wurde aufgeklärt. Im Kampf gegen mobile Einbrecherbanden will sich das Landeskriminalamt verstärkt der DNA-Analyse bedienen, die bisher meist bei Kapitalverbrechen eingesetzt wird. Die Gesamtzahl aller Straftaten ging um 2,2 Prozent auf 1,48 Millionen zurück. Knapp 49 Prozent der Fälle wurden aufgeklärt. „Das ist ein Wert, der uns nicht zufrieden stellt“, sagte Innenminister Ralf Jäger (SPD).

Den größten Anstieg verzeichnete die Polizei bei der Internet-Kriminalität mit 21,5 Prozent auf über 27 000 – besonders bei der Datenveränderung und Computersabotage. In den meisten Fällen verschicken die Täter E-Mails mit einer angehängten Schaddatei, um Nutzerdaten auszuspähen und in Datennetze einzudringen.

Steigende Zahlen bei derKinderpornografie

Wie bei den Wohnungseinbrüchen übersteige in diesem Bereich „der Zuwachs bei den Taten zum Teil die Erfolge, die wir bei der Verfolgung der Täter erzielt haben“, so Arnold Plickert, Landeschef der Gewerkschaft der Polizei (GdP).

Für Jäger ist vor allem „Kinderpornografie eine der dunkelsten Seiten“ der Computer-Kriminalität. Im vergangenen Jahr stieg die Zahl der Fälle um fast 15 Prozent auf 1578 an. Im Bereich der Kinderpornografie seien die Täter nur schwer zu ermitteln, weil sie ihre Identität im Netz verschleiern und höchst konspirativ agieren.

Sinkende Deliktzahlen verbucht die Polizei bei der Jugendkriminalität. Von den ermittelten 477 900 Tatverdächtigen waren 22,6 Prozent jünger als 21 Jahre – das ist der niedrigste Anteil seit 43 Jahren. Auch bei der Gewaltkriminalität setzte sich mit einem Rückgang um 4,4 Prozent auf knapp 47 000 Delikte der positive Trend der letzten vier Jahre in NRW fort. Die Straßenkriminalität ging um 6 Prozent auf 389 000 Taten ebenfalls zurück.

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