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"Pflege daheim": die NRZ-Serie rund um die häusliche Pflege

Foto: Volker Herold

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An Rhein und Ruhr.   75 Prozent der fast 640 000 pflegebedürftigen Menschen in NRW werden zu Hause gepflegt. Anlass für die NRZ, hinzuschauen und zu berichten.

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„Pflege daheim“ – so heißt die große NRZ-Serie rund um das Thema häusliche Pflege. Auf dieser Seite finden Sie alle Artikel, die im Rahmen dieser Reihe erscheinen und auch das erschienene Heft zum Herunterladen.

Alleine die Zahl ist beeindruckend: Mehr als zwei Millionen Menschen, die ihren Alltag in Deutschland nicht mehr ohne fremde Hilfe bewerkstelligen können, werden in den eigenen vier Wänden gepflegt. Und dahinter stecken nicht nur zwei Millionen Schicksale, sondern auch zwei Millionen mal Organisation, Abstimmung, Kümmern, Unterstützung, und, und, und.

Denen, die pflegen und denen, die gepflegt werden, soll die Anfang 2017 in Kraft getretene neue Pflegegesetzgebung gerechter werden, soll ihnen helfen, soll Lasten und Sorgen nehmen, die Beratung verbessern. Ob das funktioniert, ob es noch Baustellen oder gar Konstruktionsfehler gibt, nehmen wir im Rahmen unserer Serie „Pflege daheim“ unter die Lupe.

Die NRZ schaut genau hin, begleitet, erklärt, hinterfragt, vermittelt und hilft.

Die Pflege daheim ist viel mehr als bloßes Kümmern. Sie bedeutet Belastung, auch Heraus-, nicht selten Überforderung. Ganz genau wissen das Pflegende und Gepflegte, von denen es immer mehr gibt. Obwohl wir aufgrund der demografischen Entwicklung erfreulicherweise immer länger leben, bleiben uns mit fortschreitendem Alter körperliche und geistige Einschränkungen nicht erspart - natürlich. Und weil wir bereits in der Kindergeneration immer weniger werden, steigt neben den pflegenden Partnern auch der Anteil derjenigen, die sich um das Wohl ihrer Eltern, Großeltern und anderer Verwandte kümmern wollen - und teilweise müssen.

Denn die Pflege daheim ist vor dem Hintergrund der sozialen Entwicklungen und der steigenden Altersarmut längst nicht in allen Fällen eine freiwillige Entscheidung, die getroffen wird, weil man das selbstbestimmte Leben in den eigenen vier Wänden sich oder seinen Angehörigen so lange es geht ermöglichen will. Die Pflege daheim ist für manchen die einzige Option, weil das Seniorenheim schlicht zu teuer ist - oder man dem Sozialstaat nicht zur Last fallen will. Das ändert sich auch mit der Neuregelung nicht. Harte Zahlen fehlen noch, aber vermutlich stärkt die neue Gesetzgebung die Pflege im privaten Raum gegenüber der stationären Pflege (Ausnahmen inbegriffen). Das ist gewollt.

Wenn die neue Regelung die häusliche Pflege stärken soll, muss sie aber auch bei den Betroffenen ankommen. Und dabei geht es nicht nur ums Geld: Das Sorgen und Pflegen zehrt an den Kräften, frisst die Beteiligten physisch und psychisch bisweilen regelrecht auf, kann in die Isolation führen, weil für anderes als das Kümmern kein Raum mehr bleibt. Den Pflegenden muss man nicht nur Respekt zollen, sondern ihnen helfen, wo es nur geht. Sie haben zum Beispiel weder Zeit noch Nerven und teilweise nicht die Kompetenz, sich alleine durch lange Antragsverfahren zu wühlen, komplizierte Gesetzestexte zu entschlüsseln oder nach Ansprechpartnern zu suchen. Eine nahe, gut organisierte und zielgerichtete Pflegeberatung ist für Betroffene deshalb immens wichtig. Mindestens diesbezüglich scheint nach Inkrafttreten der Pflegereform noch einiges im Argen zu liegen.

Alle diese Themen hat sich ein Team der NRZ für die Pflege Serie genau angesehen. Das Resultat sind Reportagen, Informationen, Geschichten und Fakten. Gesammelt haben wir sind in einer Broschüre. Es gibt sie in den Leserläden der NRZ oder zum herunterladen.

Hier die NRZ-Broschüre zum herunterladen:

Wie sind die neuen Pflegegrade definiert, wie bekomme ich Hilfe im Haushalt und was müssen Angehörige beachten? In unserer großen Broschüre haben wir alle Informationen rund um das neue Pflegegesetz zusammengetragen - und berichten darüber, welche Auswirkungen es hat.

Zur Info-Broschüre

Hier die Reportagen zum Thema:

Den schwerkranken Ehemann pflegen – eine Lebensaufgabe

Meine Mutter pflegte meinen parkinson-kranken Vater jahrelang und wuchs dabei über sich hinaus. Doch sie sagt, sie würde es immer wieder tun.

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Hilfe bei der Pflege daheim: "Dann holt Euch doch 'ne Polin"

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