Kriminalität

Polizei im Revier verlängert Einsatz von Videokameras

Die Kameras der Polizei in Marxloh bleiben noch länger hängen.

Foto: Roland Weihrauch/dpa

Die Kameras der Polizei in Marxloh bleiben noch länger hängen. Foto: Roland Weihrauch/dpa

Duisburg/Dortmund.   Die Polizeibehörden in Dortmund, Duisburg und Essen ziehen positive Bilanz. Landesregierung will 2018 die gesetzlichen Hürden senken.

Die Polizeibehörden in Dortmund und Duisburg haben nach einem Jahr Einsatzzeit eine positive Bilanz der Videobeobachtung von Kriminalitätsschwerpunkten gezogen.

Kriminalität ist gesunken

So sank im Dortmunder Brückstraßenviertel die Zahl der schweren Körperverletzungen im Vergleich zum Vorjahr um 43 Prozent, erklärte Polizeipräsident Gregor Lange. Bei Raubdelikten ging die Zahl der Taten von 9 auf 5 zurück. In Duisburg-Marxloh führte die Beobachtung zu durchschnittlich zehn Einsätzen im Monat. Bis September zählte die Duisburger Polizei insgesamt 84 Strafverfahren.

„Kameras haben gewünschten Erfolg gebracht“

Dortmunds Polizeipräsident Lange ist von der Wirksamkeit der Kameras überzeugt: „Videobeobachtung ist im Rahmen unserer umfassenden Präsenz- und Sicherheitskonzepte ein sinnvoller Baustein zur Bekämpfung der Kriminalität.“ Seine Behörde hatte als erste Polizei im Revier in der vergangenen Woche ein Zwischenergebnis präsentiert.

Auch Duisburgs Polizeipräsidentin Elke Bartels fand am Freitag positive Worte: „Die Kameras am Pollmanneck in Marxloh haben den gewünschten Erfolg gebracht.“

Einsatz der Kameras bis 2018 verlängert

In Duisburg und Dortmund will man auch in Zukunft auf die Technik setzen. In Marxloh bleiben die Kameras zunächst bis zum 31. Juli 2018 scharf gestellt, in Dortmund wurde der Einsatz direkt um ein weiteres Jahr bis Dezember 2018 verlängert. Polizeipräsident Lange möchte dort die Beobachtung sogar noch ausweiten. Eine Arbeitsgruppe soll zusätzliche Bereiche der Stadt überprüfen, erklärte die Behörde.

Essener Polizei will auch verlängern

Auch in Essen zeigt man sich zufrieden mit der Videoanlage, die seit Februar 2017 im Einsatz ist. „Wir können viele Erfolge verzeichnen, weil wir auch gute Beweismittel haben“, erklärte Polizeisprecher Christoph Wickhorst. Zwar steht eine abschließende Beurteilung des Einsatzes in der nördlichen Innenstadt noch aus, Wickhorst geht aber ebenfalls von einer Verlängerung aus.

Gesetzliche Hürden sollen gesenkt werden

Die Videobeobachtung einzelner Orte durch die Polizei ist an strenge Vorgaben des Polizeigesetzes geknüpft. Demnach kommen nur Bereiche einer Stadt für Videoanlagen in Betracht, die als Kriminalitätsschwerpunkte gelten. Mit einer Reform des Gesetzes im kommenden Jahr sollen diese hohen Hürden gesenkt werden, heißt es dazu aus dem Innenministerium.

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