Hambacher Forst

RWE-Mitarbeiter im Hambacher Forst mit Fäkalien beworfen

RWE holte unter Polizeischutz Müll, Gerümpel oder auch alte Autoreifen aus dem Wald am Tagebau Hambach.

RWE holte unter Polizeischutz Müll, Gerümpel oder auch alte Autoreifen aus dem Wald am Tagebau Hambach.

Foto: Arnulf Stoffel

Kerpen.   Unter Polizeischutz haben RWE-Mitarbeiter im Hambacher Forst aufgeräumt. Dabei sollen sie mit Steinen und Fäkalien attackiert worden sein.

Bei Aufräumarbeiten vom Energiekonzern RWE im Hambacher Forst ist es nach Polizeiangaben am Montag zu Zwischenfällen gekommen. Bei einer Attacke auf ein fahrendes RWE-Fahrzeug sei die Heckscheibe kaputtgegangen, aber niemand verletzt worden, teilte die Polizei mit. Ein RWE-Mitarbeiter sei mit Fäkalien beworfen worden. Die Polizei appellierte, das „ekelhafte und menschenverachtende Verhalten“ zu unterlassen.

Die Aktion Unterholz von Klimaaktivisten warf der Polizei per Twitter Provokation vor: Eine derartige Polizeipräsenz sei Ausdruck einer weiter fortschreitenden und völligen unnötigen Provokation.

Drogen bei Kontrollen einer Mahnwache gefunden

RWE holte unter Polizeischutz Müll, Gerümpel oder auch alte Autoreifen aus dem Wald am Tagebau Hambach, wie die Polizei mitteilte. Nach RWE-Angaben wurden auch Zelte - mutmaßlich von Waldbesetzern - weggeräumt. Um eine unbesetzte Plattform abräumen zu können, seien neun junge Bäume gefällt worden, sagte ein RWE-Sprecher.

Bei Kontrollen einer Mahnwache am Hambacher Forst fanden Beamte bei einem Teilnehmer Drogen, wie die Polizeisprecherin sagte. Er wurde des Platzes verwiesen.

Die Polizei hatte im vergangenen Herbst bei einem ihrer größten Einsätze in Nordrhein-Westfalen überhaupt 86 Baumhäuser von Braunkohlegegnern geräumt. Anfang Januar waren knapp 50 neue Baumhäuser und andere Bauten gezählt worden. (dpa)

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