Natur

15 neue Trüffelarten im Nationalpark Eifel aufgespürt

„Jule“ bei der Arbeit: Die Suchhündin spürte im Nationalpark Trüffel auf.

„Jule“ bei der Arbeit: Die Suchhündin spürte im Nationalpark Trüffel auf.

Foto: Nationalpark

Kreis Euskirchen.   Suchhund „Jule“ hat Biologen bei der Pilzinventur 2017 gehofen. Die Liste der bisher im Nationalpark entdeckten Pilzarten wird immer länger.

Damit Gourmets jetzt nicht das Wasser im Munde zusammenläuft und keiner auf die Idee kommt, Pilze dort zu sammeln (verboten im Nationalpark): Es handelt sich ausschließlich um ungenießbare Arten, einige sogar schleimig, herb riechend. Mindestens 15 Trüffelsorten wurden bei der diesjährigen Pilzinventur im Nationalpark Eifel aufgespürt. Die Liste der im Schutzgebiet vertretenen Pilze wird damit immer länger, wie die Nationalparkverwaltung mitteilt.

Gemeine Balsamtrüffel, Punktierte Hirschtrüffel oder Stinkende Trüffel – Arten wie diese hat die diesjährige Pilzinventur sprichwörtlich zutage gefördert. Trüffel wachsen im Verborgenen unter der Erdoberfläche. Mit Jule, einem elfjährigen Border-Terrier-Mix, stand erstmals ein ausgebildeter Trüffelhund dem Pilzexperten Dr. Lothar Krieglsteiner zur Seite. Einige der gefundenen Trüffel waren nur krümelgroß.

Schon über 1880 Pilzarten

Alles in allem, also Trüffel inklusive, wurden bei der Inventur insgesamt 70 neue Pilzarten im Nationalpark gefunden. Pilze sind wichtig für das Ökosystem Wald, weil sie Pflanzen und altes Holz zersetzen und so bei der Humusbildung helfen. Im Nationalpark Eifel wurden bisher über 1880 Pilzarten entdeckt, 401 davon stehen auf der Roten Liste oder sind Neufunde für Nordrhein-Westfalen. Im Vergleich mit anderen großen Schutzgebieten könne sich der Nationalpark damit sehen lassen, heißt es.

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