Raser-Unfall

Betrunkener Raser muss nach tödlichem Unfall in U-Haft

Der 28-Jährige sitzt nun in Untersuchungshaft und wartet dort auf den Beginn seiner Verhandlung.

Der 28-Jährige sitzt nun in Untersuchungshaft und wartet dort auf den Beginn seiner Verhandlung.

Foto: picture alliance / dpa

Münster.  Bei einem Raser-Unfall hatte ein 28-Jähriger in Münster eine Autofahrerin (31) getötet. Weil Fluchtgefahr besteht, sitzt der Mann nun in Haft.

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Weil er bei einem Unfall unter Alkoholeinfluss eine Frau totgefahren hat, sitzt ein 28 Jahre alter Autofahrer jetzt in Untersuchungshaft. Nach dem Unfall in Münster hatte die Staatsanwaltschaft Haftbefehl wegen Körperverletzung mit Todesfolge und vorsätzlicher Straßenverkehrsgefährdung beantragt: Der Autofahrer war obendrein wohl auch mit mehr 110 Stundenkilometern durch die Stadt gerast.

Der Unfall hatte sich Ende Januar im Münsteraner Stadtteil Mauritz ereignet. Die 31 Jahre alte Peugeot-Fahrerin wollte am späten Abend des 30. Januar nach links auf eine vorfahrtberechtigte Hauptstraße abbiegen, als es zu der Kollision mit dem Wagen des 28-Jährigen aus Münster kam. Die ebenfalls aus Münster stammende Frau wurde so schwer verletzt, dass sie später starb.

Fahrer hatte laut Blutprobe 1,36 Promille im Blut

Die genauen Untersuchungen von Polizei und Staatsanwaltschaft ergaben nun, dass der 28-Jährige wohl mit sehr hoher Geschwindigkeit gefahren ist. "Er ist dringend verdächtig, sein Fahrzeug auf einer innerstädtischen Straße derart beschleunigt zu haben, dass er mit mehr als 110 km/h gegen das Fahrzeug der getöteten Frau prallte", so Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt in Münster. Außerdem hatte er vor dem tödlichen Unfall getrunken. Das Institut für Rechtsmedizin hatte die unmittelbar nach dem Unfall entnommene Blutprobe ausgewertet und dabei einen Blutalkoholgehalt von 1,36 Promille festgestellt.

Da der Mann durch seine Fahrweise grob verkehrswidrig und rücksichtslos gehandelt haben soll, er deshalb wohl mit einer hohen Freiheitsstrafe zu rechnen und laut Staatsanwaltschaft "unzureichende soziale Bindungen" hat, bestehe Fluchtgefahr. Polizisten nahmen den Münsteraner deshalb am Montag in seiner Wohnung fest, er wartet nun in Untersuchungshaft auf den Beginn seiner Verhandlung. (red)

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