Verkehr

Das müssen Urlauber zum Herbstferienbeginn in NRW beachten

259.000 Fluggäste erwartet der Düsseldorfer Flughafen zum Ferienauftakt vom 12. bis 14. Oktober.

259.000 Fluggäste erwartet der Düsseldorfer Flughafen zum Ferienauftakt vom 12. bis 14. Oktober.

Foto: Marius Becker

An Rhein und Ruhr.   Am Wochenende startet NRW in die Herbstferien. Wir haben bei der Bahn, am Flughafen und bei Straßen NRW nachgefragt, wo es besonders eng wird.

Nordrhein-Westfalen packt die Koffer. Am Freitag fangen im bevölkerungsreichsten Bundesland die Herbstferien an – und viele starten gleich am ersten Wochenende mit der Familie in den Urlaub. Dann wird’s eng am Flughafen, in den Zügen und auf den Autobahnen. Ein Überblick:

Am Flughafen...

...Düsseldorf werden am ersten Ferienwochenende, vom kommenden Freitag bis Sonntag, 259.000 Fluggäste erwartet. Der passagierstärkste Ferientag wird voraussichtlich der 14. Oktober (Sonntag) mit 89.000 Fluggästen. Insgesamt sollen in den Herbstferien 1,3 Millionen Fluggäste kommen. Das sind rund 20 Prozent mehr als im vergangenen Jahr, sagte ein Sprecher des Airports.

Sorgen wegen der hohen Passagierzahlen macht man sich am Flughafen aber nicht: „Die hinter uns liegenden Sommerferien haben gezeigt, dass die operativen Prozesse an unserem Airport sehr gut funktionieren“, sagte ein Sprecher.

Auch der Flughafen Köln/Bonn rechnet mit hohen Passagierzahlen. Fast 800.000 Menschen werden in den Ferien erwartet. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet das ein Plus von rund 25 Prozent. Der Spitzentag liegt aber voraussichtlich am Ende der Ferien: Mit über 53.000 Passagieren rechnet der Airport am 26. Oktober, dem letzten Ferienfreitag. Wohin geht’s? Die türkischen Städte Istanbul und Antalya haben die Nase vorn.

Der Flughafen Weeze erwartet weniger Passagiere als im vergangenen Jahr, da die Flüge von Eurowings nach München entfallen und Ryanair in der laufenden Saison mit nur sechs stationierten Jets unterwegs ist (Vorjahr: 7). 91.000 Passagiere sollen es werden.

Auf der Straße...

...wird’s nach Einschätzung der Experten spätestens am Freitag gegen 14 Uhr voll. Über 300 Kilometer und mehr dürfte sich die Blechlawine erstrecken, die über die Autobahnen an Rhein und Ruhr schwappt. Ihren Höhepunkt wird sie wohl nach 16 Uhr erreichen. „Es lohnt auf jeden Fall, erst nach 18 Uhr in die Ferien zu starten, falls das möglich ist“, sagt Volker Gronau von der Landesbehörde Straßen NRW.

Besonders heftig dürfte es sich auf den üblichen verdächtigen Routen knubbeln: Gen Nordsee wird voraussichtlich die A 1 voll sein. Im Raum Schwerte, bei Dortmund, bei Osnabrück und Bremen sehen die Verkehrsplaner die größten Stillstandspotenziale. Auf dem „Friesenspieß“ A 31 ist ebenfalls mit Staus zu rechnen. Am Kölner Ring dürfte der üblichen Stau-Wahnsinn toben und in Richtung Süden vor allem auf der A61.

Auch am Niederrhein (A3, A57) könnte es voller werden als sonst, weil die südlichen niederländischen Provinzen in die Herbstferien starten. Straßen NRW stoppt am „heißen“ Freitag um 12 Uhr alle Arbeiten an Tagesbaustellen, um den Verkehr nicht mehr als nötig aufzuhalten. Wenn es darum geht, kurzfristig Gefahrenstellen zu beseitigen, hat das nach Angaben Gronaus aber dennoch Vorrang.

Bei der Bahn...

...kommt’s mit dem Ferienstart knüppeldicke auf der Hauptstrecke Essen-Duisburg, und das stört nicht nur den Aufbruch in die Ferien, sondern auch die Daheimgebliebenen. Die Strecke wird vom 12. bis 29. Oktober gesperrt. Die Bahn verlegt Kabel für ein Stellwerk, baut Bahnsteige um, auch neue Weichen werden installiert, zudem wird die alte Mülheimer Thyssen-Brücke abgerissen. Tausende Züge fallen aus, werden umgeleitet, fahren Verspätungen ein.

Wer ab Freitagnacht mit einem Fernzug unterwegs sein möchte, kann auf den ICE- und IC-Linien 10, 41 und 42 nicht in Mülheim, Essen, Duisburg und Düsseldorf zusteigen. Diese Züge werden zwischen Köln und Dortmund umgeleitet – entweder über Gelsenkirchen oder ohne Zwischenstopp über die „Wupperschiene“. Im Regional- und S-Bahnverkehr werden rund 5400 Züge ausgebremst. Die Bahn setzt Pendelbusse ein, um die Pendler irgendwie an ihr Ziel zu bringen. Infos: www.bahn.de

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