Verkehr

Erster Teil der „neuen“ A 44 freigegeben

Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU, Mitte) gab die Autobahn frei.

Foto: Ulrich Bangert

Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU, Mitte) gab die Autobahn frei. Foto: Ulrich Bangert

Heiligenhaus/Velbert.   Freie Fahrt von Velbert nach Heiligenhaus: 4,6 Kilometer Autobahn kosteten 110 Millionen Euro.

Acht Jahre nach Beginn der Bauarbeiten ist gestern ein erstes Teilstück der „neuen“ A44 freigegeben worden. Der 4,6 Kilometer lange Abschnitt verbindet Velbert mit Heiligenhaus und war mit Baukosten 110 Mio Euro ungewöhnlich teuer – u. a. weil in sensibler Natur sechs Brücken gebaut werden mussten, darunter die je 208 Meter langen Talbrücken „Laubecker Bach“ und „Ganslandsiepen“.

Die „neue“ A 44 soll das mittlere Ruhrgebiet ans Rheinland anknüpfen und eine der bisher größten Lücken im NRW-Autobahnnetz schließen. Sie soll von der B227 in Velbert bis zum Kreuz Ratingen-Ost führen. Die Planer gehen davon aus, dass sie nach Komplett-Fertigstellung täglich 35 800 Fahrzeuge aufnimmt.

Endgültiger Luckenschluss in 2022?

Noch ist es nicht so weit. Seit gestern ist die Lücke lediglich kleiner geworden. Auf dem noch fehlenden West-Abschnitt (5,5 Kilometer) gibt es Streit ums Grundwasser. Auch ein Klageverfahren läuft. Udo Pasderski von der Fernstraßengesellschaft Deges zeigte sich aber zuversichtlich, dass die Arbeiten Mitte 2019 weitergehen und der Verkehr dann 2022 fließen kann.

So oder so: Die Freude gestern war groß. Jan Heinisch, ehemaliger Bürgermeister von Heiligenhaus und jetzt Staatssekretär im NRW-Heimatministerium, sagte der NRZ: „Meine Heimatstadt war die einzige hier ohne Autobahnanschluss. Das hat sich jetzt geändert!“ Wichtig sei, dass die Region jetzt stärker ans Rheinland rücke. Zudem habe es in Heiligenhaus (26 000 Einwohner) schon seit den 50er Jahren Pläne für eine Ortsumgehung gegeben. Mit der Autobahn sei sie nun da.

Auch interessant
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik