Buchveröffentlichung

Erstlingswerk von Freddy Fischer: Wenn die Seele sich meldet

Freddy Fischer hat ein Buch über die Seele geschrieben. Mittwoch der 07.11.2018 in Essen. Foto: Lars Fröhlich / FUNKE Foto Services

Freddy Fischer hat ein Buch über die Seele geschrieben. Mittwoch der 07.11.2018 in Essen. Foto: Lars Fröhlich / FUNKE Foto Services

Foto: Lars Fröhlich

An Rhein und Ruhr.   Der Essener Stifter Freddy Fischer hat ein Buch über das Zwiegespräch mit der eigenen Seele geschrieben und darüber, was wirklich zählt im Leben.

Bei einem Herbstspaziergang lässt es sich gut nachdenken über Gott, über die Welt, über’s eigene Leben. Schon möglich, dass man tief in seinem Inneren dann ein aufmunterndes „Hey Du!“ hört. Der Essener Unternehmer und Stiftungsgründer Freddy Fischer hat das so erlebt. Er hat genau zugehört und aus diesem Zwiegespräch sein erstes Buch gemacht. Der Titel: „Hey Du! Ich bin’s, Deine Seele!“

Was ist die Seele? Wie sieht sie aus? Wenn man den Begriff in die Google-Bildersuche eingibt, finden sich jede Menge Bilder. In vielen bricht der Sonnenstrahl durch den Nebel hinein in traumhaft schöne Landschaften. Dort möchte wohl jeder nur zu gerne seine Seele baumeln lassen. In einem Holzschnitt aus dem Jahr 1508 entweicht die Seele in Form eines Säuglings aus dem Mund des hundeelend Sterbenden und wird von einem Engel hilfsbereit in Empfang genommen.

Das passt heute wenig in die Sehgewohnheiten. Das muss nicht heißen, dass wir es am Ende unserer Tage nicht genau so erleben werden. Wer weiß das schon!

Viele Jobs haben schwarze Flecken

Freddy Fischer ist sicher: „Meine Seele hat mir viele Tore im Leben geöffnet.“ Gerade in schweren, dunklen Zeiten hat er erfahren, dass es dem Menschen hilft, wenn er seiner Seele zuhört. „Schön war dann dieses Gefühl, dass da etwas ist, das da ist, das nicht wertet, das einen unterstützt, das es gut mit mir meint, das mir Impulse gesendet hat, die mich zum Glück zurückgeführt haben.“ So schreibt der 58-Jährige es im Vorwort.

Möglicherweise hat ihn, den Spielautomaten-Aufsteller, die Diskussion um die Verantwortung der Branche für wachsende Spielsucht dazu getrieben, die Freddy-Fischer-Stiftung zu gründen, die seit 1998 Jugendlichen in schwierigen Lebenslagen hilft. „Viele Jobs haben schwarze Flecken“, sagt er. Ärzte begehen bisweilen Kunstfehler, Bankleute verkaufen manchmal zu riskante Anlagemodelle, Brauer brauen ihr Bier auch für Alkoholiker, und er müsse sich dem Thema Spielsucht stellen.

„Wenn jeder auf seine schwarzen Flecken schauen würde, wäre die Welt besser“, sagt der Familienvater. Für seine Branche entwickelt er Konzepte für besseren Jugendschutz und für die Schulung des Personals in Spielsalons: „Sie sollen erkennen, wenn ein Kunde süchtig wird.“

Nebenbei hat Fischer eine Ausbildung zum Meditationslehrer und Entspannungstherapeuten absolviert. Achtsam sein mit sich und anderen, genau hinhören, sich Ruhe-Inseln im stressigen Alltag suchen, das Glück für sich im Einsatz für andere finden – um diese Themen kreisen die Gedanken des Ruhelosen seit vielen Jahren. Und viele davon hat er mit spitzem Bleistift in seine stets präsenten Notizbüchlein geschrieben.

„Und dann war plötzlich die Idee mit dem Buch da“, sagt er. Zu einem Kongress der Automatenwirtschaft war er nach Madeira geflogen. Kaum angekommen, wurde der Flughafen wegen heftigen Windes geschlossen. Alle anderen Konferenzteilnehmer konnten erst zwei Tage später anreisen. „Da saß ich dann im Hotel, unter einem Baum am Pool und habe Kapitel um Kapitel in mein Laptop geschrieben.“ Ein halbes Jahr später war das Buch dann druckreif.

Schon über 400 Vorbestellungen

Viele eigene Gedanken stecken drin; viel Geistesgeschichtliches, Philosophisches und Religiöses wird zitiert – wie diese Sätze aus dem Talmud: „Achte auf Deine Gedanken, denn sie werden zu Worten. Achte auf Deine Worte, denn sie werden zu Handlungen. Achte auf deine Handlungen, denn sie werden zu Gewohnheiten. Achte auf deine Gewohnheiten, denn sie werden zu Deinem Charakter. Achte auf Deinen Charakter, denn er wird zu Deinem Schicksal.“

Sind die Buchläden nicht schon übervoll mit Werken über die spirituelle Welt? Ja, es gebe dazu viel exzellente Literatur, räumt Fischer ein. Aber vieles sei hoch wissenschaftlich. Fischer setzt niederschwelliger an, will seinen Lesern einen praktischen Nutzen an die Hand geben. Seine Botschaft: „Gib deinem Fühlen Kraft! Vor allem dem Bauchgefühl, denn nur so ist der Kontakt zur Seele möglich.“ Das scheint anzukommen. 600 Bücher hat er drucken lassen. Mehr als 400 sind schon vorbestellt.

Jeder, der mit offenem Herzen an Fischers Buch herangeht, wird etwas anderes für sich finden: Bestätigungen, Aha-Effekte, Sensibilisierungen. Es kann helfen, darauf vorbereitet zu sein, wenn die Seele sich plötzlich meldet. Der Autor hat extra einige Seiten leer gelassen: als Aufforderung, sie mit eigenen Gedanken zu füllen. Und mit eigenen Fragen.

Info: Mit dem Erlös werden Schulprojekte gefördert

Die Mitdenk-Fibel ist so groß wie ein Reclam-Heftchen, hat 110 Seiten und einen festen Einband. Sie enthält viele Illustrationen und leere Seiten für Notizen. Der Preis: 14,50 Euro.

Der komplette Verkaufserlös wird an Schulen in Moers und Essen weitergereicht. Es geht um Projekte, die sich um Meditation, gelebtes Mitgefühl, Teamwork, Spiritualität, Ethik und die Wege zu einer friedlichen Welt drehen. Schulen können sich ab sofort bei der Freddy-Fischer-Stiftung um Fördermittel bewerben.

Das Buch kann ab sofort im Internet bestellt werden unter www.du-und-deine-seele.de

Am 16. Dezember liest Freddy Fischer um 11.15 Uhr (nach dem Gottesdienst) in der Evangelischen Kirchengemeinde Moers-Schwafheim aus seinem Buch.

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