Hambacher Forst

Aktivistinnen hinterlassen Exkremente in Polizeiauto

Polizeifahrzeuge stehen am Hambacher Forst. Die Polizei hat am Dienstag, 23. Juni, mit einen Einsatz im Hambacher Forst begonnen. Es gehe dabei nicht um die Räumung von Baumhäusern, sondern von Barrikaden, die die Einsatzwege versperrten, sagte ein Polizeisprecher.

Polizeifahrzeuge stehen am Hambacher Forst. Die Polizei hat am Dienstag, 23. Juni, mit einen Einsatz im Hambacher Forst begonnen. Es gehe dabei nicht um die Räumung von Baumhäusern, sondern von Barrikaden, die die Einsatzwege versperrten, sagte ein Polizeisprecher.

Foto: David Young / dpa

Kerpen.  Zwei Frauen wurden im Hambacher Forst in Gewahrsam genommen. Daraufhin verunreinigten sie ein Polizeiauto - mit Exkrementen.

Zwei Aktivistinnen haben nach ihrer Gewahrsamnahme im Hambacher Forst ein Polizeiauto verunreinigt. Wie eine Polizeisprecherin sagte, gehen die Beamten davon aus, dass es Exkremente waren. „Die Reinigung wird ihnen in Rechnung gestellt“, teilte die Polizei Aachen am Dienstagabend mit.

Die Behörde hatte seit dem frühen Morgen Barrikaden auf den Haupteinsatzwegen im Hambacher Forst entfernt. Auch verstreute „Krähenfüße“ sowie ausgelegte Nagelbretter seien eingesammelt worden, so die Polizei. An einem Wegesrand fanden Beamte dem ersten Anschein nach eine Weltkriegsgranate. Ein Sprengmittel-Experte von RWE beseitigte sie.

Frau leistete Widerstand und wollte einen Polizisten beißen

Zwei Frauen, die „mehrfach ausgesprochenen Platzverweisen“ nicht nachgekommen seien, wurden laut Polizei in Gewahrsam genommen. „Eine Frau leistete bei ihrer Identitätsfeststellung Widerstand und versuchte einen Polizisten zu beißen. Der Beamte blieb unverletzt“, teilte die Polizei mit. Auf dem Weg zur Wache hätten beide das Transportfahrzeug der Polizei verunreinigt.

Mehrere Vermummte hätten zudem zwei Polizeifahrzeuge während der Fahrt mit Steinen und Holz beworfen. „Zudem bewarfen Unbekannte Mitarbeiter von RWE mit Böllern.“ Verletzt wurde niemand, an den Fahrzeugen entstand Sachschaden.

Einsatzwege für Polizei müssen frei sein

Der Aachener Polizeipräsident Dirk Weinspach, der selbst vor Ort war, sagte laut Mitteilung: „Barrikaden auf den Einsatzwegen im Wald sind nicht hinnehmbar. Es muss jedermann zu jeder Zeit möglich sein, den Wald zu betreten. Dazu gehört ebenfalls, dass die Einsatzwege der Polizei frei sind. Nur so kann die Polizei ihrem gesetzlichen Auftrag, der Gefahrenabwehr und Strafverfolgung nachkommen. Hierzu werden die Beamtinnen und Beamten auch weiter im Wald präsent sein.“ (dpa)

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