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UNTERNEHMEN. Aumund in Rheinberg liefert Fördertechnik weltweit und sucht händeringend Ingenieure und Monteure.

RHEINBERG. Franz-Walter Aumund hat beste Laune. Dazu hat der 63-jährige Inhaber eines Fördertechnikunternehmens aus Rheinberg-Millingen allen Grund. Eben erst hat seine Firma den Auftrag erhalten, drei Zementwerke in der indischen Provinz Madhya Pradesh mit Transportbändern und -Bechern auszurüsten. Das größte "Senkrechtgurt-Becherwerk" - so heißt es in der Fachsprache - hat eine Höhe von über 175 Metern. "Weltrekord", klärt Aumund auf. Sechs Millionen Euro legen die Inder hin, um Schüttgut durchs Werk zu transportieren.

Das sichert Arbeitsplätze am Niederrhein. Selbst wenn mittlerweile auch in Indien, China und Brasilien produziert wird. "Die wesentlichen Komponenten kommen immer noch aus Rheinberg", betont der geschäftsführende Gesellschafter, der jährlich über mehr als 200 000 Flugmeilen zurücklegt, um seine Produkte weltweit an den Mann zu bringen.

Flender liefert den Antrieb

Doch nicht nur das: Der Antrieb für die Bänder und Becher, mit denen heißes, staubiges und schleifendes Material transportiert wird, wird von der Firma Flender geliefert. Die hat ihren Hauptsitz in Bocholt und eine Filiale in Voerde-Friedrichsfeld.

240 Leute beschäftigt Aumund allein in Millingen, 380 Mitarbeiter sind's weltweit. Aber es könnten wesentlich mehr werden. "Wir suchen händeringend Maschinenbau-Ingenieure und Monteure", betont Aumund. Zehn bis 15 Mitarbeiter würde er sofort einstellen. Doch die sind schwer zu finden. "Speziell junge Vertriebsleute, die bereit sind, für ein paar Jahre ins Ausland zu gehen." Das aber ist in dem weltweit operierenden Unternehmen eine Voraussetzung.

Personal rekrutiert die als Zulieferbetrieb für die Montanindustrie groß gewordene Firma mittlerweile in der dritten Generation im Familienbesitz, auch aus dem Bergbau. "Wir haben einige Leute von der RAG übernommen und gute Erfahrungen gemacht", berichtet Aumund. Zahlen zu Umsatz und Gewinn verrät der Chef nicht, verweist aber auf ein solides Wachstum von zehn Prozent pro Jahr. Dem Vernehmen nach dürfte sich der Jahresumsatz der Aumund-Gruppe aber bei etwa 150 Millionen Euro bewegen.

Dazu tragen zwei Töchter bei: der Herner Lagertechnik-Spezialist Schade und der britische Schiffsbelader "B&W". Von der Krantechnik, einst eine Kernkompetenz, hat sich Aumund 1995 verabschiedet.

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