Duisburg/Delitzsch. Willy Kröger erlebte am 17. Juni 1953 den Volksaufstand in der DDR mit. In Sachsen-Anhalt sah er, wie ein Mann bei den Demos erschossen wurde.

Wie ein Film laufe dieser Tag vor seinem inneren Auge immer wieder ab, sagt Willy Kröger, wenn er über den 17. Juni 1953 spricht. Den Volksaufstand in der DDR hat der damals 14-Jährige hautnah miterlebt. „Ich habe aus nächster Nähe gesehen wie ein Mann, der gar nichts mit den Demonstrationen zu tun hatte, erschossen wurde““, erzählt Kröger, der seit 1960 in Duisburg-Rheinhausen lebt. Er wurde am 25. März 1939 auch in NRW geboren, im westfälischen Herford, sein Vater starb, als seine Mutter noch mit ihm schwanger war. Sie heiratete erneut, einen Soldaten aus Ostdeutschland, mit dem sie 1942 nach Delitzsch, nördlich von Leipzig, zog.