Kaatsheuvel. Der Freizeitpark Efteling im niederländischen Kaatsheuvel bei ‚s-Hertogenbosch wird noch grüner und setzt voll auf erneuerbare Energie.

Seit mehr als 70 Jahren entführt der niederländische Freizeitpark Efteling seine Besucher in eine Welt der kleinen Trolle, zauberhaften Elfen, musikalischen Pilze und sprechenden Bäume. Efteling bezeichnet sich als „Hüter der Märchen“ – und die werden bekanntlich seit Jahrhunderten weitererzählt. Schon seit Beginn seines Bestehens liegt dem Freizeitpark Efteling das Thema Nachhaltigkeit am Herzen. Jetzt wurde ein neues Energiesystem installiert, das ganz auf erneuerbare Energiequellen setzt.

Mit dem neuen Energiesystem können Gebäude des Parkbereichs Anderrijk erwärmt und gekühlt werden, ohne dass dabei Erdgas zum Einsatz kommt. Stattdessen setzt Efteling auf einen thermischen Energiespeicher. Mit dem im Erdreich verlegten Wärmetauscher werden fortan das Efteling Theater, die Attraktion FataMorgana (+Eventkomplex) sowie die Restaurants Fabula und Frau Boltes Küche versorgt. Auch das Efteling Grand Hotel und die Grusel-Attraktion Danse Macabre, die in den nächsten beiden Jahren eröffnet werden, werden ans neue System angeschlossen. Ebenso wird der See der Wassershow Aquanura mit dem nachhaltigen Energiesystem versorgt. Wärme und Kälte des Oberflächenwassers sowie die Wärme der laufenden Attraktionen werden genutzt, um zu verhindern, dass der Teich im Winter einfriert. Andersherum sorgt das kühle Wasser aus dem thermischen Energiespeicher dafür, dass sich im Sommer weniger Algen in Aquanura ansiedeln. Dank des neuen Energiesystem sinkt der Erdgasverbrauch im Anderrijk um rund 20 Prozent, 350.000 Kubikmeter im Jahr – der Menge, die in etwa 233 Haushalte jährlich verbrauchen. Weiterhin reduziert sich der CO2-Ausstoß im Park um 630 Tonnen im Jahr.

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Viele Schritte mit stets kleinerem Fußabdruck

Neben dem neuen Energiesystem gab es auch vorher schon umfangreiche Maßnahmen in Efteling, um den Parkbetrieb nachhaltiger zu gestalten. So eröffnete Efteling 2021 in Zusammenarbeit mit dem niederländischen Energieversorger Eneco den umfangreichsten Ladepark für Elektroautos der Benelux-Länder, in dem 174 elektrische Autos gleichzeitig Strom tanken können. Im vergangenen Jahr wurden 12.000 Solarmodule auf dem Parkplatz des Freizeitparks installiert, aus denen Efteling rund 20 Prozent seines heutigen jährlichen Energieverbrauchs speist. Auch Attraktionen und eine großräumige Wiesenfläche wurden mit weiteren 13.500 Solarpanels ausgestattet, sodass der Park gut 35 Prozent seines heutigen Energiebedarfs aus eigenen Quellen bezieht. Kleine Maßnahmen sorgen ebenfalls für einen geringeren ökologischen Fußabdruck: LED-Lampen im Haupteingang und beim Großteil der Attraktionen. Fahrzeuge und Gerätschaften werden für den Parkbetrieb sukzessiv durch elektrische Modelle ersetzt. Für eine grünere Welt sorgt außerdem die weitläufige Natur: Nur elf Prozent der Parkfläche sind bebaut. Auf den übrigen Flächen dürfen sich Füchse, Kaninchen, Igel, Eichhörnchen, Schmetterlinge und knapp hundert Vogelarten ausbreiten.

Großes Ziel: Klimapositiv bis 2032

Bei seinen nachhaltigen Maßnahmen hat Efteling stets ein Ziel vor Augen: Bis 2030 möchte der Park klimaneutral sein, pünktlich zu seinem 80-jährigen Jubiläum im Jahr 2032 sogar klimapositiv. Das bedeutet, dass der Freizeitpark dann mehr Treibhausgase aus der Luft ziehen will, als er selbst durch seinen Betrieb ausstößt.

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