Coronakrise

Corona: Küstenregion Zeeland lädt zum virtuellen Ausflug ein

Diese Dünenlandschaft lädt eigentlich zum perfekten Strandurlaub ein – doch Corona macht einen Abstecher nach Zeeland zurzeit nur virtuell möglich.. 

Diese Dünenlandschaft lädt eigentlich zum perfekten Strandurlaub ein – doch Corona macht einen Abstecher nach Zeeland zurzeit nur virtuell möglich.. 

Foto: VVV Zeeland / PR

Zeeland.  Gewöhnlich tummeln sich in Zeeland Gäste aus Deutschland. Doch während der Corona-Pandemie muss die niederländische Region kreativ werden.

Mit ihrer 650 Kilometer langen Küstenlinie, die zu den schönsten und sonnenverwöhntesten der Niederlande zählt, ist die Provinz Zeeland ein populäres Reiseziel. 2019 verzeichnete die Region 11,2 Millionen Übernachtungen, 6,4 Prozent mehr als im Vorjahr. Deutsche Gäste buchten sogar 10,9 Prozent mehr Nächte in Ferienparks, Hotels, Pensionen oder auf Campingplätzen.

Im März mussten zunächst alle Unterkünfte in Zeeland schließen, inzwischen dürfen Tourismusbetriebe wieder 15 Prozent ihrer Bettenkapazität vermieten. Klar ist bei dieser Lockerung aber auch: Nicht alle werden ein Zimmer bekommen.

Sehnsucht Niederlande: Wenn Zuhause der beste Urlaubsort ist

Die Notverordnung ist der Coronakrise geschuldet und gilt vorerst bis zum 22. Mai. Dann wir die Lage neu bewertet. Bis dahin können Zeeland-Fans und solche, die es werden wollen, den Südwesten der Niederlande vom Sofa aus erleben. Auf seiner Internetseite hat der regionale Tourismusverband Tipps für eine virtuelle Reise zusammengestellt.

Auf Zeelands deutschsprachigen Social Media-Kanälen heißt es: „Auch wenn wir gerade nicht reisen dürfen, ist träumen weiterhin erlaubt.“ Dieses Motto verfolgt auch ein in der Corona-Krise eingerichteter Bereich auf der Webseite des Tourismusverbands. Hier finden Besucher unter anderem Links zu Webcams aus der Region. Marktplatz, Deich oder Seehund-Sandbank: Die live übertragenen Bilder versetzen die Zuschauer an ganz unterschiedliche Sehnsuchtsorte.

Wer Zeeland einmal aus der Luft erleben möchte, kann sich zudem Drohnen-Aufnahmen von Dörfern und Städten, den legendären Deltawerken oder Zeelands endlosen Stränden ansehen. Ein 360°-Film entführt derweil in das Naturgebiet De Manteling, das sich zwischen Domburg und Vrouwenpolder erstreckt. Mit Virtual Reality-Brille wird der „Spaziergang“ durch Dünen und Wälder besonders eindrucksvoll.

Kultur und Kulinarik in Zeeland

Verschiedene Museen der Region laden ebenfalls zum Besuch per Laptop, Tablet oder Smartphone. Das Zeeuws Museum hat zum Beispiel seine Sammlung und diverse Ausmalbilder online gestellt. Auch eine Bauanleitung für ein Papierschiff aus dem 17. Jahrhundert kann hier heruntergeladen werden. Für musikalische Unterhaltung sorgt ein zwanzigköpfiges DJ-Kollektiv aus Zeeland . Mehrmals pro Woche stehen die DJs am Mischpult und sammeln dabei Geld für das rote Kreuz und regionale Betriebe, die besonders stark von der Coronakrise getroffen wurden. Links zu ihren Sets finden sich auf der Webseite des Tourismusverbands. Ebenso wie Rezepte für typisch zeeländische Gerichte. Krebsburger, Miesmuscheln, Zimtgebäck oder Karamell-Bonbons sorgen im Handumdrehen für Urlaubsstimmung in der Küche.

An der niederländischen Küste: Aus der eigenen Schatzkiste

Jeder kann außerdem selbst zur virtuellen Reise beitragen. Ein Fotowettbewerb des Tourismusverbands ruft dazu auf, Erinnerungen aus dem letzten Zeeland-Urlaub zu teilen. Wer dem Instagram-Account von VVV Zeeland folgt und sein Bild mit dem Hashtag #mijnzeelandfoto2020 und dem Tag versieht, nimmt teil. Noch bis Ende November gewinnt monatlich ein Foto einen VVV-Geschenkgutschein. Entscheidend sind die Anzahl der Likes und das Urteil einer Fachjury. Unter allen Glücklichen wählt die „Publikumsjury“ im Dezember außerdem einen Hauptgewinner, der sich über 100 Euro freuen darf. (red.)

Weitere Informationen über Zeeland während der Corona-Pandemie sind hier zu finden.

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