Corona-Pandemie

Deutschland und Niederlande forschen an Anti-Corona-Mitteln

Gespräche auf Abstand: Jens Spahn (CDU), Bundesminister für Gesundheit (links), und Hugo de Jonge, Gesundheitsminister der Niederlande, unterhalten sich bei ihrem Besuch des Medizinische Zentrums der Radboud-Universität.

Gespräche auf Abstand: Jens Spahn (CDU), Bundesminister für Gesundheit (links), und Hugo de Jonge, Gesundheitsminister der Niederlande, unterhalten sich bei ihrem Besuch des Medizinische Zentrums der Radboud-Universität.

Foto: Piroschka Van De Wouw / dpa

Nimwegen.  Deutschland und die Niederlande arbeiten bei der Corona-Bekämpfung zusammen. Beide Länder suchen gemeinsam nach Mitteln gegen das neue Virus.

Bei der Suche nach Therapien zur Bekämpfung des Coronavirus wollen Deutschland und die Niederlande weiter eng zusammenarbeiten. Das bekräftigten die Gesundheitsminister beider Länder am Freitag bei einem Treffen in Nimwegen, wie die niederländische Nachrichtenagentur ANP berichtete.

„Bis es einen Impfstoff gibt, ist die gemeinsame Suche nach innovativen Behandlungsmethoden eine Notwendigkeit“, zitierte ANP Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU). In den Niederlanden gebe es eindrucksvolle Beispiele für entsprechende Forschungen, sagte Spahn nach Gesprächen mit Wissenschaftlern des Medizinischen Zentrums der Radboud-Universität (Radboudumc).

Deutsche Intensivstationen behandeln Patienten aus den Niederlanden

Forscher beider Ländern untersuchen derzeit, ob ein seit langem existierender Impfstoff gegen Tuberkulose das menschliche Immunsystem gezielt für die Bewältigung des Virus Sars-CoV-2 stärken kann.

Damit könnten - so die Hoffnung - auch Corona-Symptome abgemildert und der Verlauf der Erkrankung abgeschwächt werden, wie der Nimweger Wissenschaftler Mihai Netea erläuterte. Spahns Amtskollege Hugo de Jonge bedankte sich bei der Gelegenheit für die Behandlung niederländischer Corona-Patienten auf Intensivstationen deutscher Kliniken. (dpa)

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