Niederlande-News

Niederlande: Rauchen an Bahnhöfen bald komplett verboten

Der Abelio fährt von Duisburg über den Niederrhein nach Arnheim. Am Bahnhof dort sollte man sich künftig nicht mit einer Kippe erwischen lassen.

Der Abelio fährt von Duisburg über den Niederrhein nach Arnheim. Am Bahnhof dort sollte man sich künftig nicht mit einer Kippe erwischen lassen.

Foto: Erwin Pottgiesser / FUNKE Foto Services

Was passiert in unserem Nachbarland? Wir geben in unseren „Kleintjes“ von nun an jede Woche einen Überblick über Meldungen aus den Niederlanden.

Welche Themen beschäftigen die Grenzregion zum Kreis Kleve, was passiert gerade in Amsterdam, welche Bauprojekte sind auf den Autobahnen geplant? In unseren „Kleintjes“ geben wir von nun jede Woche einen kurzen Überblick über Nachrichten aus den Niederlanden.

Komplettes Rauchverbot an Bahnhöfen kommt

Beim Warten auf den Zug eine Zigarette anzünden, das wird in den Niederlanden bald nicht mehr erlaubt sein. ProRail und Nederlandse Spoorwegen (NS) sind dabei, alle Bahnhöfe schrittweise rauchfrei zu machen. Ab April werden in den Läden, die die NS selbst am Bahnhof betreibt, keine Zigaretten mehr verkauft. Auf lange Sicht will die NS erreichen, dass an den Stationen überhaupt keine Tabakwaren mehr erhältlich sind. Ab Oktober werden zudem alle Aschenbecher auf den Bahnsteigen entfernt. Schon jetzt gilt in der Bahnhofshalle, auf Treppen, Aufzügen und Tunneln Rauchverbot. Dieses wird noch in diesem Jahr auf die Bahnsteige ausgeweitet.

Coronavirus: Dienstreisen nach China gestrichen

Niederländische Unternehmen, die internationale Geschäfte betreiben, machen sich Sorgen über die Ausbreitung des Coronavirus: Der Hersteller für Lichttechnik Signify hat Dienstreisen in die vom Virus betroffene chinesische Region Hubei gestrichen. Ebenso verfährt der Hersteller von Haustechnikgeräten, Philips, für den in China rund 8.000 Menschen arbeiten. Auch der Chip-Anlagenbauer ASML hat Niederlassungen in Wuhan. Man folge den Anweisungen der lokalen Behörden und den Richtlinien der WHO, so ein Sprecher. Philips erwartet, dass sich das Virus im ersten Quartal 2020 negativ auf den Gewinn auswirken wird.

Brexit: Immer weniger Niederländer in England

Wegen des Brexit ziehen immer weniger Niederländer nach England und Nordirland. Im Gegenzug kamen im vergangenen Jahr mehr Briten in die Niederlande. Das meldet das Statistikamt „Centraal Bureau voor de Statistiek“ (CBS). Im Jahre 2015 wanderten 4.277 Niederländer nach Großbritannien aus, 2019 waren es nur 2.600. Umgekehrt bauten sich voriges Jahr 6.700 Briten eine (neue) Existenz in den Niederlanden auf – 60 Prozent mehr als 2015.

Nimwegen: 1.200 Kilo illegaler Tabak

Bei einer großangelegten gemeinsamen Kontrolle von Stadt, Zoll, Gewerbeaufsicht, Polizei und Feuerwehr sind 1.200 Kilo illegaler Tabak und Gerätschaften, die für den Bau einer Hanfplantage benötigt werden, beschlagnahmt worden. Die Behörden fanden auf dem Industriegelände in Nimwegen-West, auf dem sich einzelne kleinere Betriebe angesiedelt haben, zudem mehrere illegale Bewohner vor. Einen konkreten Anlass für die Kontrolle gab es laut einem Stadtsprecher nicht. Man führe regelmäßig konzertierte Aktionen durch, um die Sicherheit in Nimwegen zu gewährleisten.

Venlo: Ärger über gefährliche Radwege

Der „Fietsersbond“ hat in Venlo 37 Engpässe identifiziert, die Radfahrer immer wieder ärgern oder gefährden. Alle Problembereiche sowie Ideen zu deren Beseitigung wurden in einem Bericht zusammengefasst, der dem Gemeinderat vorgelegt werden soll. Gleichzeitig fordert der Verband, die Stadt müsse auf viel mehr Straßen ein Tempolimit von maximal 30 km/h festlegen. Die Gefahr, dass sich Radfahrer beim Zusammenstoß mit einem Auto ernsthaft verletzen würden, sei bei Tempo 30 fast viermal geringer.

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