Betuwe-Ausbau

Bahn-Manager Pofalla übergibt Betuwe-Brücke in Oberhausen

Sportlich: Einen Staffelstab zur Brückenfertigstellung übergab Bahn-Manager Ronald Pofalla (2. v. r.) an Oberbürgermeister Daniel Schranz (4. v. li.); mit dabei: René Picard (Bezirksregierung), DB-Konzernbevollmächtigter Werner Lübbering, Regierungspräsidentin Birgitta Radermacher, NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst und Stefan Ventzke (DB).

Foto: Christoph Wojtyczka

Sportlich: Einen Staffelstab zur Brückenfertigstellung übergab Bahn-Manager Ronald Pofalla (2. v. r.) an Oberbürgermeister Daniel Schranz (4. v. li.); mit dabei: René Picard (Bezirksregierung), DB-Konzernbevollmächtigter Werner Lübbering, Regierungspräsidentin Birgitta Radermacher, NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst und Stefan Ventzke (DB).

oberhausen.   Eineinhalb Jahre nach dem Baustart großer Bahnhof in ländlicher Umgebung: Infrastruktur-Vorstand Pofalla und Minister Wüst an der Betuwe-Linie.

Großer Bahnhof in ländlich anmutender Umgebung: Bahn-Manager Ronald Pofalla höchstpersönlich übergab am Montag symbolisch die neue Brücke über die Betuwe-Linie an der Rosa-/Rothofstraße an Oberbürgermeister Daniel Schranz (CDU). NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU) war aus diesem Anlass – eineinhalb Jahre nach dem Baustart – ebenfalls in Oberhausen präsent, dazu zahlreiche weitere hochrangige Gäste.

Beim prominent besetzten Ortstermin im eigens aufgebauten Zelt unterstrichen die Redner, wie wichtig der dreigleisige Ausbau der Betuwe-Güterzugstrecke sei. „Die Bedeutung dieser Strecke geht weit über NRW hinaus“, sagte Bahn-Infrastrukturvorstand Pofalla. Und NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüste ergänzte: „Diese Strecke ist unser Weg nach Rotterdam.“ 60 Prozent der Menschen in NRW leben vom Export, unterstrich Wüst. Die Betuwe-Linie ermögliche die Verlagerung großer Güterströme von der Straße auf die Schiene, „raus aus dem Stau“.

Alle Redner würdigten den Vergleich

Wüst verwies darauf, dass NRW über 450 Millionen Euro in den Betuwe-Ausbau investiere. Und: Erst dieser Ausbau schaffe die gesetzliche Grundlage dafür, dass entlang der 78 Kilometer langen Route ein nachhaltiger Lärmschutz erfolge.

Alle Redner würdigten den Vergleich, den die Stadt Oberhausen und die Deutsche Bahn vereinbart haben. Nun werden alle 50 bis 400 Meter Türen in die Lärmschutzwände eingebaut, um Lösch- und Rettungskräften einen problemlosen Zugang zu ermöglichen. Zudem wird die Löschwasserversorgung durch neue Brunnen verbessert. Oberbürgermeister Schranz würdigte die konstruktive Rolle der Betuwe-Bürgerinitiative, an deren Spitze der ebenfalls anwesende Manfred Flore für solche Verbesserungen gekämpft habe.

Gasleitung noch zu verlegen

Nach der nun erfolgten Brückenübergabe kann der Autoverkehr allerdings nicht in vollem Umfang über das neue Bauwerk rollen, denn zunächst muss noch eine naheliegende Gasleitung verlegt werden. Erst 2019 wird die Straße hier ohne Einschränkungen zu befahren sein. Gutes Signal für Oberhausen: Bahn-Manager Pofalla vergaß nicht, in seiner Rede die kommende Modernisierung des Bahnhofs Sterkrade zu erwähnen: „In Sterk­rade wird der Bahnhof noch eine bauliche Veränderung erfahren.“

Schranz unterstrich, dass dort nicht nur der Passanten-Tunnel und das Umfeld neu zu gestalten seien, sondern auch das Bahnhofsgebäude selbst und die Bahnsteige.

>>>>>> Brücke statt Schranken = mehr Sicherheit

Oberbürgermeister Schranz machte deutlich, dass die neue Straßenbrücke auch die Sicherheit in Oberhausen erhöhe. Ein Bahnübergang mit Schranken falle damit weg. „Auch unsere Feuerwehr hat hier nicht mehr das Risiko, vor einer geschlossenen Schranke zu stehen, so dass sich Rettungszeiten verkürzen.“

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