Sachverständiger

Blumenladen-Mord in Neuss: Ex-DSDS-Kandidat voll schuldfähig

In einem Rollstuhl wurde der Angeklagte, der sich unter einer Decke versteckt hatte, beim Prozessauftakt Ende Oktober ins Düsseldorfer Landgericht geschoben. Er soll eine 27-Jährige in einem Blumenladen erschossen und sich anschließend vor einen Zug gelegt haben, wodurch er selbst schwer verletzt wurde.

In einem Rollstuhl wurde der Angeklagte, der sich unter einer Decke versteckt hatte, beim Prozessauftakt Ende Oktober ins Düsseldorfer Landgericht geschoben. Er soll eine 27-Jährige in einem Blumenladen erschossen und sich anschließend vor einen Zug gelegt haben, wodurch er selbst schwer verletzt wurde.

Foto: Roland Weihrauch / dpa (Archiv)

Düsseldorf.  Ex-DSDS-Kandidat soll seine frühere Freundin erschossen haben, dann sprang er vor einen Zug. Jetzt sagte ein Gutachter vor dem Landgericht aus.

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Der Mordverdächtige, der eine junge Frau in einem Blumenladen in Neuss erschossen haben soll, ist nach Auffassung eines psychiatrischen Gutachters voll schuldfähig. Der 32-Jährige habe keine schwerwiegende Persönlichkeitsstörung, sagte der Gutachter am Dienstag im Prozess am Düsseldorfer Landgericht aus.

Der Deutsche soll seine Ex-Freundin mit mehreren Schüssen umgebracht haben. Die 27-Jährige hatte noch vergeblich versucht, in einem Blumenladen Schutz zu finden. Vergeblich hatte sie auch noch einen Notruf an die Polizei abgesetzt.

Angeklagter: Unbekannte haben geschossen

Der 32-Jährige, der 2008 bei „Deutschland sucht den Superstar“ als Kandidat aufgetreten war, hat die Tat im Prozess bestritten. Geschossen hätten Unbekannte, denen er Geld geschuldet habe, behauptete er.

Nach den Schüssen soll sich der Angeklagte in Tatortnähe auf Bahngleise gelegt haben. Er wurde von einem Zug erfasst und verlor dabei beide Beine. Er sitzt im Rollstuhl.

Bereits vor der Tat soll er versucht haben, die 27-Jährige zu vergewaltigen. Mehrfach soll er ihr zudem vor ihrer Wohnung aufgelauert haben. Nach Polizeiangaben hatte die Frau am 3. April vor dem Amtsgericht erwirkt, dass der Mann sich ihr nicht mehr nähern durfte. Rund drei Wochen später wurde sie erschossen. Der Prozess wird fortgesetzt. (dpa)

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