Bombenentschärfung

Zwei Weltkriegsbomben in Duisburg erfolgreich entschärft

Der Verkehr staute sich schon vor den Autobahn-Sperrungen erheblich. (Archivbild)

Der Verkehr staute sich schon vor den Autobahn-Sperrungen erheblich. (Archivbild)

Duisburg.  Die Weltkriegsbomben, die am Ruhrdeich gefunden wurden, sind entschärft worden. Die dazugehörigen Sperrungen auf A40 und A59 wurden aufgehoben.

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Der Kampfmittelräumdienst hat es wieder geschafft. Gleich zwei Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg mussten am Montag in Duisburg am Ruhrdeich entschärft werden. Um 21.17 Uhr konnte Vollzug gemeldet, die Sperrungen aufgehoben werden.

Als der Kampfmittelräumdienst am Morgen die erste Grube freigelegt hatte, gab es jedoch kein Zurück mehr - trotz der unerwarteten A 59-Sperrung wegen des Lkw-Brandes. „Wir hatten keine Chance“, so Priem. Offen liegende Bombe müssen sofort entschärft werden.

Bergung im Februar abgebrochen

Bereits im Februar war bei Bauarbeiten zum Ruhrtalradweg am Ruhrdeich eine amerikanische Zehn-Zentner-Bombe entdeckt worden. Damals lief die Baugrube aber immer wieder mit Grundwasser voll, so dass die Bergung und Entschärfung ausnahmsweise abgebrochen werden musste und die Grube wieder verfüllt wurde.

Montag bestätigte sich der Verdacht, dass gleich in der Nähe auf der anderen Seite des Autobahnkreuzes, nahe der Fährstraße, eine weitere Zehn-Zentner-Bombe im Boden lag. Also: zwei Bomben, zwei Teams und zwei Entschärfungen hintereinander. Das gab’s noch nie, soweit sich Gabi Priem erinnern kann.

Immerhin waren von der Evakuierungszone im Umkreis von 500 Metern nur zehn Anwohner betroffen, in der Sicherheitszone von 1000 Metern leben gut 3700 Menschen. Sie sollten in den Wohnungen bleiben. Allerdings musste die Metro früher schließen. Auch die Ruhrschifffahrt wurde eingestellt. Nach der gelungener Entschärfung sollten die Sirenen heulen.

Erhebliches Verkehrschaos in und um Duisburg

Da die A59 und die A40 in der Sicherheitszone liegen, mussten sie in dem Bereich ab 19 Uhr gesperrt werden. Das führte zu einem erheblichen Verkehrschaos. Wegen eines Unfalls war bereits die A2 Richtung Dortmund bis in den späten Abend gesperrt, außerdem war seit dem Morgen die A59 Richtung Dinslaken gesperrt. Hier hatte ein Lkw unter der Berliner Brücke gebrannt und für erhebliche Schäden gesorgt.

In den sozialen Netzwerken posteten viele Autofahrer gefrustet schon vor den Sperrungen Staubilder.

Auch der öffentliche Nahverkehr war erheblich eingeschränkt. Aktuelle Meldungen zu den Plänen bei Bus und Bahn gibt es bei der DVG. (aka/-er)

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