Corona-Überblick

Kreis Viersen: Corona-Infektion fordert 50. Todesopfer

Corona: Worauf man bei der Wahl der Maske achten sollte

Der Mund-Nasen-Schutz gehört zum Corona-Alltag. Im Video: Welche Maske eignet sich für wen und birgt das Tragen einer Maske auch Risiken?

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Am Niederrhein.  Im Kreis Viersen gibt es einen weiteren Todesfall in Zusammenhang mit Corona. Außerdem wurden 59 Neuinfektionen ans RKI gemeldet. Der Überblick.

Wie angespannt ist die Corona-Situation im Kreis Viersen? In dieser Übersicht finden Sie die wichtigsten Nachrichten. Den Corona-Newsblog für NRW lesen Sie hier, den Ticker für Deutschland hier. Das Wichtigste für den Kreis in Kürze zusammengefasst:

  • Laut RKI ist die 7-Tage-Inzidenz im Kreis Viersen wieder gesunken: von 137,9 am Donnerstag auf 120,1 am Freitag (Stand: 0 Uhr).
  • Nun hat der Stadt bekannt gegeben, wo das Impfzentrum aufgebaut werden soll.
  • In mehreren Städten im Kreis gilt teilweise eine Maskenpflicht.

Die Entscheidung ist gefallen: Das ehemalige Dülkener Krankenhaus an der Heesstraße wird Corona-Impfzentrum für den Kreis Viersen. „Wir haben einen guten Standort gefunden“, zeigte sich Landrat Andreas Coenen an diesem Donnerstag (26. November 2020) überzeugt. Mit dem Areal habe man eine gut erreichbare Anlaufstelle, die Räume seien für einen medizinischen Betrieb konzipiert.

Bis Weihnachten soll das Impfzentrum den Angaben zufolge betriebsbereit sein. Ziel ist es, sofort loslegen zu können, wenn der Impfstoff bereit steht. Die Kreisverwaltung beabsichtigt, das Zentrum an allen sieben Wochentagen acht Stunden zu öffnen. Je nach Verfügbarkeit des Impfstoffes könnten pro Tag bis zu 700 oder gar 1000 Personen immunisiert werden – allerdings ist eine zweite Dosis nach exakt 21 oder 28 Tagen fällig, je nach Impfstoff.

„Die nur kurze Zeit haltbaren Impfstoffe wird das Land, fertig aufbereitet, mehrmals täglich bis nach Dülken liefern“, erklärte Krisenstabsleiter Thomas Heil. Landrat Coenen sieht den zeitnahen Aufbau des Impfzentrums in Corona-Zeiten als „enorme logistische Herausforderung“. Ein Pluspunkt dabei: Die Räume müssen nicht zeitraubend saniert werden; lediglich Maler-, Elektro- und Schreinerarbeiten sind fällig.

Das Impfzentrum im Kreis Viersen soll bis Weihnachten stehen

Entstehen soll das Impfzentrum im Erdgeschoss des ehemaligen Krankenhauses, das derzeit leer steht. Die Kreisverwaltung will dort ein Einbahnstraßensystem einrichten. Im Bereich des alten Haupteinganges sollen sich Besucher registrieren lassen. Den Plänen zufolge wird es einen Wartebereich für 30 Personen geben, ebenso einen Ruhebereich. In vier Zimmer impfen Ärzte gleichzeitig; in einem anderen Zimmer findet zuvor die medizinische Aufklärung statt. Für etwaige Notfälle soll in einem der OP-Säle eine Erste-Hilfe-Station eingerichtet werden.

Sehr froh ist man bei der Kreisverwaltung auf die Infrastruktur und die Unterstützung des Allgemeinen Krankenhauses (AKH) zurückgreifen zu können, dass noch andere Gebäudeteile nutzt. Betrieben werden soll das Impfzentrum so lange, bis die Impfstoffe in ausreichender Zahl über die Hausärzte verabreicht werden können. Das ehemalige Krankenhaus in Dülken ist für Besucher gut erreichbar: 70 Parkplätze stehen bereit, eine Bushaltestelle ist ganz in der Nähe.

Kreis Viersen: Das sind die aktuellen Corona-Zahlen

Im Kreis Viersen wurden dem Robert Koch-Institut zufolge (Stand Freitag, 0 Uhr) 59 neue Fälle gemeldet. Die Zahl der insgesamt registrierten Infektionen liegt am Donnerstag bei 3329. Die Sieben-Tage-Inzidenz beträgt 120,1 (Donnerstag: 137,9).

Der Kreis Viersen meldet an diesem Donnerstag (26. November 2020) einen weiteren Todesfall im Zusammenhang mit dem Coronavirus - eine 89-jährige Frau aus Willich sei verstorben. Die Zahl der Todesfälle seit Beginn der Pandemie steigt damit auf 50. Das RKI führt wegen Meldeverzögerungen noch 48 Todesfälle in seiner Liste auf. In den sechs Krankenhäusern im Kreisgebiet werden nach Angabe des Kreises aktuell 41 Corona-Patienten stationär behandelt; sechs von ihnen befinden sich auch Intensivstationen, vier werden beatmet.

Auch die Kreisverwaltung ist seit einiger Zeit direkt betroffen. Bauaufsicht und Ausländerbehörde konnten wegen Coronafällen und Quarantäneanordnungen nur eingeschränkt arbeiten. Nun zeichnet sich Entspannung ab. 18-tägiger „Notbesetzung“ vergebe das Ausländeramt ab Montag, 30. November, wieder Termine, teilte die Kreisverwaltung mit. Anliegen, die zuletzt nicht hatten bearbeitet werden können, würden nun „zeitnah“ erledigt.

Der Einsatz der 25 Bundeswehrsoldaten, die das Kreisgesundheitsamt bei der Kontaktnachverfolgung unterstützen, endet am 4. Dezember, eigentlich. Man habe kürzlich einen Verlängerungsantrag gestellt, berichtete die Kreisverwaltung. „Die Soldatinnen und Soldaten leisten einen wertvollen Beitrag zur Eindämmung der Pandemie“, lobte Landrat Andreas Coenen (CDU).

Coronavirus im Kreis Viersen: Die Lage am 27. November (auf Grundlage des RKI)

  • 7-Tage-Inzidenz: 120,1
  • Neuinfektionen: 59
  • Infektionen insgesamt: 3329
  • Todesfälle insgesamt: 48 (+3)

Das Robert Koch-Institut aktualisiert seine Übersicht zu den Corona-Zahlen jeden Tag um 0 Uhr. Auch die Kreisverwaltung veröffentlicht die aktuellen Zahlen in einer täglich aktualisierten Übersicht, in der Regel um die Mittagszeit. Die Werte des RKI und der Verwaltung können durch den zeitlichen Unterschied voneinander abweichen.

Da die Daten des RKI maßgeblich für weitere Beschränkungen und Maßnahmen im Kreis Viersen sind, aktualisieren wir diese Übersicht mit den RKI-Werten. Auch bei der Gesamtzahl der gemeldeten Fälle unterscheiden sich die beiden Statistiken. Die tägliche Übersicht des Kreises finden sie hier.

Zum Teil sehr große Unterschiede bei den Daten gibt es zudem immer wieder bei der Zahl der Genesenen und der aktuell am Virus erkrankten Menschen, die jeweils auf Schätzungen beruhen. Deswegen haben wir an dieser Stelle entschieden, auf die Darstellung dieser Zahl zu verzichten.

Maskenpflicht im Kreis Viersen: Hier gilt sie in den Kommunen

Der Kreis Viersen hatte beide Gefährdungsstufen mit den Schwellenwerten 35 und 50 Infektionen je 100.000 Einwohner binnen nur weniger Tage erreicht. Nach Erreichen der Stufe 1 hatte der Kreis bereits am 24. Oktober eine Maskenpflicht in sieben Kommunen für bestimmte Bereiche angeordnet.

  • Brüggen: freitags 14 Uhr bis sonntags 19 Uhr, Borner Straße Hausnummer 1-13 sowie 4 -14, Klosterstraße Hausnummer 14-78 sowie 15-81, Bruchstraße 1-9 sowie 2-10
  • Kempen: keine zeitliche Einschränkung, Altstadt Kempens innerhalb des Innenstadt-Rings: Thomasstraße, Burgwall, Möhlenwall, Tiefstraße, Kuhstraße, Burgstraße, Spülwall, Wambrechiestraße, Orsaystraße, Judenstraße, Hessenwall, Donkwall, Engerstraße, Neustraße, Rabenstraße, Klosterstraße, Studentenacker, Ellenstraße, Umstraße, Buttermarkt, Moosgasse, Schulstraße, Acker, Heilig-Geist-Straße, Franziskanerstraße, Kirchgasse, Kirchstraße, An Sankt Marien, Am Propsteigarten, Patersgasse, Alte Schulstraße, Oelstraße, Postgasse, Heinrich-Reck-Gasse, Peterstraße, Arnold-Janssen-Straße, Viehmarkt, Bockengasse sowie auf den Parkplätzen P1 – P5, P8 – P10, P12 – P15, P17;
  • Nettetal: montags bis samstags von 7 bis 22 Uhr, Ludbach-Passage Lobberich
  • Niederkrüchten und Schwalmtal: freitags bis sonntags sowie an Feiertagen in der Zeit von 10 bis 19 Uhr für alle öffentlichen Wege und Plätze im Uferbereich des Hariksees - Gützenrather Bruch - Mühlrather Hof - Parkplatz an der Mühlrather Mühle - Am Wildpfad - Parkplatz Harikseestraße – Harikseeweg
  • Tönisvorst: keine zeitliche Einschränkung, St.Tönis: Hochstraße – Rathausplatz – Wirichs-Jätzke; Vorst: Markt;
  • Viersen: ohne zeitliche Einschränkung, Hauptstraße von der Dülkener Straße bis zur Heierstraße - Bahnhofstraße von der Hauptstraße bis zum Casinogarten - Rathausgasse.
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