Extra Drei

Corona mit Romantikhauch

Diese Meldung stand vor 50 Jahren auf der ersten Seite der NRZ.

Diese Meldung stand vor 50 Jahren auf der ersten Seite der NRZ.

Zum Thema Corona fällt einem ja eigentlich nichts Romantisches ein. Am 11. September vor 50 Jahren war das ganz anders ...

Eigentlich mag ich keine Störung beim Zeitunglesen am Kaffeetisch. Aber die angezeigte Nummer kenne ich. Kollege Matthes. „Hast Du das gelesen..?!“, ruft er. „Das ist ja nicht zu fassen...“ In Sekundenbruchteilen läuft mein ganzes Leben vor meinem geistigen Auge ab, zumindest der Donnerstag in der Redaktion. Was für ein katastrophaler Fehler ist uns diesmal unterlaufen..? Ein Buchstabendreher in der Schlagzeile auf Seite 1 ..? Das ist der Albtraum eines jeden Blattmachers.

Matthes merkt das. „Keine Sorge. Das ist keine Beschwerde.“ Puuh! Dann verweist er auf die Seite „Die NRZ vor 50 Jahren“. In vielen Ausgaben war die gestern drin. Aus Zuschriften wissen wir: Die Leser gehen da gerne auf Zeitreise. Wir auch. „Da steht was über eine Corona-Frisur“, sagt der Kollege. Wir lesen und lachen und plaudern noch über das Gard-Haarstudio und Coiffeur Jacques aus Paris und aus dem Werbefernsehen.

Für alle, die es nicht gelesen haben – hier ist die Meldung, die am 11. September 1970 auf der Seite 1 der NRZ unter der Überschrift „Hauch von Romantik: Corona-Frisur“ stand: „Corona heißt die neue Damenfrisur für Herbst und Winter, die heute von den deutschen Figaros in Stuttgart zum Auftakt der Weltmeisterschaft der Friseure vorgestellt wird. Ihr Kennzeichen: Ein Hauch von Romantik ...“

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