Pandemie

Niederlande: Kleinere Corona-Cluster im ganzen Land entdeckt

Auch in einem Sportclub war in der vergangenen Woche ein Corona-Cluster in den Niederlanden entdeckt worden.

Auch in einem Sportclub war in der vergangenen Woche ein Corona-Cluster in den Niederlanden entdeckt worden.

Foto: Remko De Waal / AFP

Aus den Niederlanden.  In den Niederlanden ist es zuletzt zu kleineren Corona-Ausbrüchen gekommen – unter anderem in Haushalten, Betrieben und einem Sportclub.

Im gesamten Land ist es nach Angaben des zuständige Instituts für Volksgesundheit und Umwelt (RIVM) wieder zu kleineren Ausbrüchen „von drei oder mehr Infektionen“ gekommen. Diese kleinen „Cluster“ kämen meist in Haushalten oder Familien vor und seien nun besser erkennbar im Vergleich zu den Monaten März bis Mai. Weitere Ausbrüche seien in Betrieben, Pflegeeinrichtungen, einem Studentenhaus und in einem Sportclub entdeckt worden.

Laut der niederländischen Tageszeitung „De Volkskrant“ sei wegen eines Ausbruchs um Rotterdam die Anzahl der neuen Infektionen in der Provinz Südholland am stärksten gestiegen. Nach aktuellsten Angaben des RIVM werden oder wurden bislang 11.892 Menschen mit einer Corona-Infektion im Krankenhaus behandelt – 6.135 sind bereits an den Folgen gestorben. Bislang sind 51.146 Menschen in den Niederlanden positiv auf das Virus getestet worden (Stand 14. Juli).

Niederlande: Die jüngsten Lockerungen sind in Kraft getreten

Trotzdem konnten zuletzt weitere Lockerungen in Kraft treten. Wie diese genau aussehen, erfahren Sie hier. Es ist die bislang umfassendste Lockerung der Corona-Schutzmaßnahmen für Schulen, Verkehr, Kultur und Freizeit. Inzwischen sind auch wieder die öffentlichen Sanitäranlagen auf Campingplätzen, Jachthäfen, Ferienparks und vergleichbaren Einrichtungen geöffnet – und das zwei Wochen früher als zunächst geplant.

Die niederländischen Restaurants, Museen und Kinos sind seit Anfang Juni bereits wieder offen. Auch Cafés, Theater und Strandpavillons können unter Auflagen wieder Gäste empfangen. Doch wie in NRW kann von einem Normalbetrieb wie vor der Pandemie keine Rede sein. Der Abstand von 1,5 Metern muss in allen neu eröffneten Einrichtungen und Gastronomien eingehalten werden – ob nun durch Trennwände, Besuchsrouten oder Gäste-Limit.

Auch der Aufenthalt von Gruppen in der Öffentlichkeit bleibt gestattet, solange der Sicherheitsabstand von 1,5 Metern untereinander eingehalten wird. Für Menschen eines Haushaltes gilt das nicht, sie dürfen sich näher zueinander aufhalten. In öffentlichen Gebäuden sind derzeit Zusammenkünfte von bis zu 30 Menschen mit Sicherheitsabstand erlaubt.

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