Laga 2020

Landesgartenschau 2020 in Kamp-Lintfort - das sind die Infos

Noch viel zu tun: Die Arbeiten auf der Laga laufen auf Hochtouren. Foto: Kai Kitschenberg / FUNKE Foto Services

Noch viel zu tun: Die Arbeiten auf der Laga laufen auf Hochtouren. Foto: Kai Kitschenberg / FUNKE Foto Services

Foto: Kai Kitschenberg / FUNKE Foto Services

Kamp-Lintfort.  Mitte April eröffnet die Landesgartenschau 2020 in Kamp-Lintfort. Was können Besucher erwarten? Wo gibt es Tickets? Wir haben die Infos.

Das ehemalige Bergwerk in Kamp-Lintfort ist eine Großbaustelle: Viele Reparatur- und Feinarbeiten werden derzeit erledigt, Wege und Kanäle gelegt, Blumen gepflanzt, 225.000 Zwiebeln sind schon im Boden. Kamp-Lintfort bereitet sich auf die Landesgartenschau vor. Am 17. April startet sie auf dem Gelände der ehemaligen Zeche „Friedrich Heinrich“. Bis dahin gibt es noch viel zu tun, bis zu 100 Menschen arbeiten zur Hochzeit gleichzeitig auf dem riesigen Areal, auch die Gartenanlagen am Kloster Kamp gehören dazu.

Bislang wurden mehr als 9200 Dauerkarten verkauft, erwartet werden laut Pressestelle Besucher aus dem Ruhrgebiet, vom Niederrhein und aus den Niederlanden. „Wir sind voll im Zeitplan“, sagt Projektleiter Jan Holsteg, der die Aufgabe als „Traumjob“, aber auch als „logistische Meisterleistung“ bezeichnet. „Mitzuerleben wie die Laga hier entsteht, ist toll.“ Schließlich sei das Gelände komplett neu erschlossen worden, die Bergbauhistorie überall spürbar. „Die Bodenbeschaffenheit ist deswegen eine ganz andere. Wir sind daher im Moment sehr auf trockenes Wetter angewiesen, um zügig weiterarbeiten zu können“, so Holsteg.

Wo und wann findet die Laga 2020 statt?

Die Landesgartenschau 2020 startet am 17. April und geht bis zum 11. Oktober. Geöffnet ist immer von 9 bis 19 Uhr – es gibt aber auch Veranstaltungen am Abend. Zentraler Veranstaltungsort ist das Gelände der ehemaligen Zeche „Friedrich Heinrich“. Ebenfalls dazu gehört noch die Gartenanlage Kloster Kamp. Ein 2,7 Kilometer langer „Wandelweg“ verbindet die beiden Orte.

Was ist die Laga und wie kam sie nach Kamp-Lintfort?

Früher als Blümchenschau verspottet, heute als Instrument der Stadtentwicklung geschätzt: Die Landesgartenschau gibt es seit den 1970er Jahren und wird inzwischen zum 18. Mal veranstaltet – immer im Drei-Jahres-Rhythmus. Ausgeschrieben wird sie vom Landwirtschaftsministerium.

So stand am 5. November 2015 fest: Die Landesgartenschau kommt nach Kamp-Lintfort. Auch, „weil die Stadt die Neunutzung der ehemaligen Bergbaufläche als Chance für eine nachhaltige Stadtentwicklung aufgreift“, so der damalige Landesbauminister Michael Groschek.

Was erwartet die Besucher?

Im Zentrum des neuen Zechenparks gibt es zwei Anhöhen, den Kleinen und den Großen Fritz, die zum Verweilen einladen sollen. Rundherum entstehen Blumenhallen, Obstwiesen, Hausgärten, Schmuck- und Staudenbepflanzungen. Doch es gibt noch viel mehr zu erkunden. Zum Beispiel die Spiel- und Tieroase, wo vor allem kleine Besucher Zwergziegen, Erdmännchen, Alpakas und Ponys ganz nah kommen dürfen. Im Green FabLab, dem Forschungs- und Laborraum der Hochschule Rhein-Waal, stehen die Umwelt und deren nachhaltige Nutzung im Mittelpunkt.

Alle Besucher haben hier die Möglichkeit zu experimentieren, basteln und entwickeln und mit Studenten und Experten in den Austausch zu kommen. Und wer noch einmal so richtig Bergbauluft schnuppern will, kommt mit der Eintrittskarte zur Laga auch in den Lehrstollen. Ehemalige Bergmänner erklären hier den Untertage-Betrieb der Zeche Friedrich Heinrich.

Für den Förderturm, der nun Wahrzeichen der Stadt ist, hatten sich einige Kamp-Lintforter 2012 besonders eingesetzt, er sollte nach der Zechenschließung abgerissen werden. Jetzt ist er das Highlight, denn Besucher können auf die 66 Meter hohe Aussichtsplattform hochfahren. Hier oben prangt auch riesengroß das „Laga 2020“-Schild. „Der Turm wurde von außen komplett saniert“, erklärt Holsteg. Rund 100 Menschen können sich gleichzeitig dort oben aufhalten und haben bei gutem Wetter einen 360-Grad-Blick auf Ruhrgebiet, Niederrhein – und auf das Laga-Gelände bis hin zum Kloster Kamp.

Wer sich viel bewegen möchte, kann zu Fuß den 2,7 Kilometer langen Wandelweg gehen, der den Zechenpark mit dem Kloster am Rande der Stadt verbindet. Neu angelegte Fuß- und Radwege begleiten hier den Wasserlauf der Großen Goorley und treffen am Kloster Kamp auf die Fossa Eugeniana. Die Strecke kann aber auch mit dem Bus-Shuttle überbrückt werden.

Rund 500 Veranstaltungen sind zudem abends auf dem Gelände geplant. Bernd Stelter kommt zu einer Gala am 23. Mai, Kabarettistin Ingrid Kühne können Besucher am 5. Juni erleben. Für viele ein Höhepunkt: Max Mutzke tritt am 13. Juni mit der SWR-Bigband auf. Der Andrang auf die Abendveranstaltungen, die zusätzlich Eintritt kosten, ist groß – genau wie auf die Eintrittskarten.

Wie komme ich zur Laga?

Mit dem Auto: Laut Homepage des Veranstalters lautet die Adresse für das Navi Friedrich-Heinrich-Allee 90, 47475 Kamp-Lintfort. Für Besucher werde es während der Veranstaltung kostenlose Parkplätze geben - im südlichen Teil des Geländes auf der linken und rechten Seite der Friedrich-Heinrich-Allee.

Mit dem ÖPNV: Seit dem 12. Februar steht fest: Kamp-Lintfort bekommt einen Bahnanschluss – allerdings erst zum Jahr 2026. Anlässlich der Laga wird die Strecke im Vorlaufbetrieb April bis Oktober an den Wochenenden und an Feiertagen zwischen Moers und Kamp-Lintfort im Stundentakt mit einem Pendelverkehr bedient. Der erste Zug soll planmäßig am 18. April gegen 9.30 Uhr in Kamp-Lintfort eintreffen.

Die nächst gelegenen und größeren Bahnhöfe befinden sich in Moers, Duisburg und Rheinberg. Von Duisburg aus fahren die Buslinien SB 10 (Halt Friedrich Heinrich) und SB 30 (Kloster Kamp). Von Moers aus fährt außerdem noch die Buslinie 911 (Halt: Neues Rathaus - 1,3 Kilometer zur Friedrich-Heinrich-Allee). Von Rheinberg aus verkehrt die Linie 1 (Halt: Neues Rathaus - 1,3 Kilometer zur Friedrich-Heinrich-Allee).

Was kosten die Tickets zur Laga?

Wer die Laga besuchen möchte kann zwischen Dauer- und Tageskarten wählen. Für eine Tageskarte zahlen Erwachsene 18,50 Euro (ermäßigt: 14 Euro). Kinder und Jugendliche von drei bis 17 Jahren zahlen zwei Euro, für Kinder bis einschließlich zwei Jahre ist der Eintritt frei. Es gibt Gruppenermäßigungen ab 15 Personen: 16,50 Euro.

Die Dauerkarte hat laut Veranstalter unter anderem den Vorteil, dass es Rabatte bei kostenpflichtigen Veranstaltungen gibt, keine Wartezeiten an den Kassen sowie sie den einmaligen Eintritt zu den weiteren Landesgartenschauen in Überlingen und Ingolstadt ermöglicht. Ein Erwachsener zahlt 100 Euro (ermäßigt: 80 Euro). Kinder und Jugendliche von 3 bis 17 Jahren zahlen 40 Euro. Außerdem gibt es zwei Familientarife: für einen Erwachsenen (mit beliebiger Anzahl eigener Kinder von 3 bis 17 Jahren) für 110 Euro, für zwei Erwachsene (mit beliebiger Anzahl eigener Kinder von 3 bis 17 Jahren) für 210 Euro.

Wo gibt es Tickets?

Die Tickets sind online über die Homepage der Laga sowie auf www.wir-lieben-tickets.de zu erhalten. Tageskarten gibt es außerdem in den NRZ-Leserläden sowie laut Homepage der Laga an folgenden Vorverkaufsstellen: Ticketbüro des Rathauses, Wellings Parkhotel (Neukirchen-Vluyn), L&H Hotel am Fischmarkt (Rheinberg), Gartencenter Schlößer (Moers) sowie Klanghelden (Wesel und Schwerte). Infos zu den Tickets für die kulturellen Veranstaltungen (z.B. Laga Poetry Slam, Comedy Rodeo, Eröffnung mit Bernd Stelter oder SWR Big Band Max Mutzke) gibt es hier. (pla/acf)

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