Das traurige Schicksal der Hester Jonas

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Moers.  Gerüchte brachten Hester Jonas im Herbst 1635 in Neuss in den Verdacht, eine Zauberin zu sein. Ihr Mann hatte Nachbarn zu Hilfe gerufen, da seine Frau von der „Fallsucht“ ergriffen sei. Die Nachbarn sagten später aus, Hester habe sie angeblasen und gegen die Backen geschlagen. Kurz darauf seien beide Männer erkrankt.

Bald wussten andere zu berichten: Hester Jonas habe mehrere Mastschweine auf dem Gewissen und das Glied des Jakob von Holtums hätte sie „lahm gemacht“. Dem Klarissenkloster habe sie zu Ostern einen Kalbsschinken gebracht, der nach dem Kochen am nächsten Tag voller Ameisen gewesen sei.

Verhaftet und gefoltert

Das Schicksal der Hester Jonas ist ein Beispiel aus der aktuellen Sonderausstellung des Grafschafter Museums im Moerser Schloss „Da selbsten ein Anfang zu brennen gemacht. Aberglaube und Hexenwahn am Niederrhein“ Über Hintergründe informiert eine öffentliche Führung am Dienstag, 28. Juli, 17 Uhr. Der Eintritt kostet 3 Euro.

Aufgrund dieser Anschuldigungen wurde Hester Jonas übrigens verhaftet und gefoltert. Schließlich gestand sie, mit dem Teufel gebuhlt zu haben, an einem Hexensabbat teilgenommen und Schadenzauber betrieben zu haben. Das Gericht ließ sie darauf am 24. Dezember 1635 mit dem Schwert hinrichten und ihren Körper verbrennen.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben